Ufa

Föderationskreis:  Wolga
Gründung: 1574
Stadt: seit 1584
Fläche: 754 km²
Einwohnerzahl:  1 115 560
Lage: Die Stadt Ufa liegt an der Mündung der Flüsse Ufa und Djoma in die Belaja, etwa 100 Kilometer westlich des Urals. Die Stadt zieht sich in einer Länge von ca. 50 km von Südwest nach Nordost und nimmt eine Fläche von 753,7 km² ein.

Städtepartnerschaften

Die Stadt Ufa hat 1997 eine Städtepartnerschaft mit Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt erneuert. Eine Partnerschaft der Baschkirischen ASSR mit dem Bezirk Halle bestand schon vor 1990. Seit vielen Jahren besteht zudem ein reger Austausch im Bereich Jugend- und soziale Arbeit zwischen Ufa und der deutschen Stadt Oberhausen.

Zudem bestehen Städtepartnerschaften zu:

  • Ankara, Türkei
  • Halle, Sachsen-Anhalt, Deutschland
  • Hefey, China
  • Schenjan, China
  • Zizikar, China
  • Nanjtschan, China
  • Astana, Kasachstan
  • Bischkek, Kirgisistan
  • Minsk, Weißrussland

Geschichte

1574 wurde Ufa als Festung gegründet.

Im Jahr 1586 wurde Ufa das Stadtrecht verliehen. Während des 17. Jahrhunderts blieb Ufa eine wichtige Festungs- und Handelsstadt an der Grenze zu Sibirien. Zugleich wandelte sich die Stadt im 17. und 18. Jahrhundert schrittweise von einer militärischen Festung in das politische und wirtschaftliche Zentrum der Region. Im Jahr 1865 wurde Ufa zur Hauptstadt des Gouvernements Ufa mit sechs Kreisen erhoben. Die Soldaten- und Beamtenstadt, die zugleich einen bedeutenden Verkehrsknotenpunkt bildete, entwickelte sich nun zu einem industriellen Zentrum.

Hauptstadt war Ufa auch für die Baschkirische Autonome Sozialistische Sowjetrepublik BASSR (seit 1922). Seit 1991 ist Ufa Hauptstadt der damals entstandenen Republik Baschkortostan. 

Kultur und Sehenswürdigkeiten

In Ufa gibt es vielfältige kulturelle Einrichtungen. Sehenswürdigkeiten sind:

  • das Denkmal Salawat Jelajews
  • die Einkaufspassage „Gostiny Dvor“ im Stadtzentrum
  • die neuerbaute Moschee „Ljalja-Tjulpan“
  • das „Monument Druschby“ (Monument der Freundschaft zwischen Baschkiren und Russen)
  • das Baschkirische Staatstheater
  • der Kulturpalast
  • der Leninplatz am „Gorsowjet“ (Stadtrat) mit angrenzendem Park und Vergnügungszentrum
  • der Jakutow-Park
  • der Aksakow-Park

Bildung

Ufa ist eine Universitätsstadt.

Weiterführende Bildungseinrichtungen in Ufa sind:

  • Baschkirische Akademie für Staatsdienst und Verwaltung bei dem Präsidenten der Republik Baschkirien
  • Baschkirische Staatliche Agraruniversität
  • Baschkirische Staatliche Medizinuniversität
  • Baschkirische Staatliche Universität
  • Baschkirische Staatliche Pädagogische Universität
  • Fakultät des Allrussischen Ferninstituts für Finanzen und Ökonomie
  • Fakultät Ufa der Staatlichen Akademie für Sport des Uralgebiets
  • Filiale der Staatlichen Handelsuniversität Moskau
  • Filiale der Orenburger Staatlichen Universität
  • Filiale des Hauptstädtischen geisteswissenschaftlichen Instituts
  • Filiale Ufa der Moskauer Universität für Verbraucherkooperation
  • Juristisches Institut des Innenministeriums Russlands Ufa
  • Ostinstitut für Ökonomie, Geisteswissenschaften, Betriebswirtschaft und Recht
  • Staatliche Technische Erdöluniversität Ufa
  • Staatliche Technische Luftfahrtuniversität Ufa
  • Staatliches Kunstinstitut Ufa
  • Technologisches Serviceinstitut Ufa der Staatlichen Akademie für Konsum- und Dienstleistungen
  • Filiale Ufa der Moskauer Universität für Finanzen

Sport

Ufa ist durch die Eishockeymannschaft HK Salawat Julajew in der kontinentalen Hockey-Liga (KHL) vertreten. Der größte Erfolg des Teams ist die Meisterschaft 2010/2011. Die Heimspiele werden in der Ufa-Arena, die 2007 fertig gestellt wurde und bei Eishockeyspielen 8.500 Zuschauern Plätze bietet, ausgetragen. Die Arena war Austragungsort der beiden Auftaktspiele um die Super Series 2007 und neben dem Sportpalast Salawat Julajew Spielort der Eishockey-Weltmeisterschaft der U20-Junioren 2013. Auch das KHL All-Star Game 2017 wurde hier ausgerichtet.

Die Volleyball-Männer von Ural Ufa spielen in der russischen Superliga.

Ufa war Austragungsort der Biathlon-Europameisterschaften 2009 sowie der Sommerbiathlon-Weltmeisterschaften 2006 und 2012.

Im Eisstadion von Ufa fanden auch Finalläufe zur Eisspeedway-Weltmeisterschaft statt.

Wirtschaft und Infrastuktur

Industriell ist Ufa durch die Erdölindustrie (Baschneft, Ufaneftekhim) geprägt.

Verkehr

Ufa ist ein Knotenpunkt wichtiger Transportwege: Die ursprüngliche Strecke der Transsibischen Eisenbahn führt durch Ufa; hinzu kommt große Bedeutung auf der Straße (Autobahnen), auf den Flüssen (Frachtschifffahrt), im Luftverkehr (internationaler Flughafen Ufa im Süden der Stadt) und durch Pipelines für Gas und Erdöl. Autobahnen führen von hier aus in Richtung Kasan, Samara, Tscheljabinsk, Orenburg (R240). Der Flughafen wurde bereits 1938 eröffnet und ist neben den innerrussischen Flügen auch Ausgangs- und Zielort internationaler Linien unter anderem nach Istanbul, Baku und Sharjah.

Söhne und Töchter der Stadt

Zu den Söhnen und Töchtern der Stadt Ufa gehören u. a. die Schriftsteller Sergei Aksakow (1791–1859) und Sergei Dowlatow (1941–1990), der weltberühmte Tänzer Rudolf Nurejew (1938–1993), Geiger Wladimir Spiwakow (* 1944), Boxer und Europameister 1975 und 1977 Waleri Limassow (* 1955)