Initiative für deutsch-russische Städtepartnerschaften

Historisches Gedenken für eine gemeinsame Zukunft

Das Deutsch-Russische-Forum e.V. hat sich mit einem Initiativschreiben an die deutschen Vertreter von Städten, Gemeinden und Landkreisen sowie Aktiven in den Initiativen und Vereinen gewandt. Das Schreiben soll angesichts der Herausforderungen durch die weltweit grassierende Corona-Epidemie ein Zeichen der Solidarität an die russischen Partnerkommunen und ihre Bürgerinnen und Bürger senden. Bereits über 100 Unterzeichnende haben sich der Initiative angeschlossen.

Im Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren wird daran erinnert, dass von städtepartnerschaftlicher Arbeit eine aktive Botschaft des Friedens ausgeht. Die mehr als 100 offiziellen kommunalen Partnerschaften zwischen Russland und Deutschland stünden in dieser Tradition für Versöhnung und Freundschaft in Europa. Das Schreiben ruft dazu auf, im Angesicht des gemeinsamen Kampfes gegen die Pandemie den Weg aus der Krise Seite an Seite zu gehen, etwa in der medizinischen Forschung, in der humanitären Hilfe oder in Wirtschaft und Politik.

In den vergangenen Jahren hat sich die kommunale Zusammenarbeit zunehmend als eine tragende Säule der deutsch-russischen Beziehungen gezeigt. Ungeachtet der bestehenden politischen Spannungen betonen die Außenministerien Deutschlands und Russlands die verbindende Wirkung des Bürgerengagements für die Gesellschaften beider Länder. Das Deutsch-Russische Forum e.V. fördert mit seinen Konferenzen, Seminaren und durch das Internetportal „russlandpartner.de“ die regionalen Netzwerke und macht auf die Arbeit aufmerksam, die in den Partnerschaften auf allen Ebenen der gesellschaftlichen Kooperation geleistet wird.
 

Das Solidaritätsschreiben in vollem Wortlaut finden Sie hier. 

Die Liste der Unterzeichnenden finden Sie hier.


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Zum Gedenken: 75 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs

In unserer gleichnamigen Rubrik spricht Matthias Platzeck, Ministerpräsident a.D., Vorsitzender des Vorstandes, zu den Mitgliedern und Freunden des Deutsch-Russischen Forums e.V.: „Wie keiner anderen Nation ist es uns aufgegeben, Wege der Verständigung und des Ausgleichs zu suchen, um den Frieden zu wahren – auch und ganz besonders wieder in unserer Zeit.“

Hier finden Sie die vollständige Videobotschaft von Matthias Platzeck sowie weitere Gastbeiträge: unter anderem von Dr. Géza Andreas von Geyr, Außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in der Russischen Föderation, Herman Krause, Leiter der Vertretung, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in der Russischen Föderation und Vera Tatarnikova, Vorstandsmitglied der BVRI e.V, Mitglied des Internationalen Journalistenverbandes.

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Der 9. Mai 2020 in Essen

Essen und Nischni Nowgorod sind bereits seit 1991 offizielle Städtepartner und haben seitdem unzählige Projekte und Aktivitäten zusammen durchgeführt. Zum 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs schickte Oberbürgermeister Thomas Kufen eine Videobotschaft des Friedens und der Freundschaft an Nischni Nowgorod. Sie finden diese hier.


Außerdem versammelten sich in Essen am 9. Mai zahlreiche Bürger, um den Opfern der Schreckensherrschaft - selbstverständlich mit Abstand - gebührend zu gedenken. Die Mitglieder der Deutsch-Russischen Begegnung Essen e.V. waren ebenfalls vor Ort.

75 Jahre Ende des II. Weltkrieges – Der Tag sollte für alle bedeutend sein. Aber dann veränderte ein Virus alle Pläne. Trotz Corona versammelten sich am 09. Mai 2020 auf dem Essener Terrassenfriedhof Vertreter der Stadt Essen, der Generalkonsulate Russlands und Serbiens, der russisch-orthodoxen Kirche und Mitglieder der Deutsch-Russischen Gesellschaft zu einem würdigen Gedenken. Seit 15 Jahren organisieren Ljubov und Martin Schneider vom Verein Rhein-Ruhr-Russland diesen Tag gegen das Vergessen. Vertreter der Gesellschaft für Deutsch-Russische Begegnung danken für die Möglichkeit den 9. Mai, den Tag des Sieges über den Faschismus in Europa, errungen mit Millionen Opfern, besonders des russischen Volkes,  gemeinsam zu begehen. „Wir verneigen uns vor den Toten und bewahren ihnen ein ehrendes Andenken. Wir gehen den Weg von Frieden und Freundschaft, dankbar allen, die uns versöhnend die Hand reichen.“, so die Vorsitzende der Gesellschaft, Barbara Lachhein. Darja Turschatova, sie kommt aus Chabarowsk und ist zurzeit als Au-Pair in Essen, gab den Toten eine Stimme mit dem Gedicht Konstantin Simonows „Wart‘ auf mich“ – „Жди меня, и я вернусь“. Rodion Dubirnyj fühlt sich mit seiner Familie in Essen schon mehr als 20 Jahren sehr wohl. Er erfüllte mit seiner Trompete und dem Lied der „Kraniche“ – „Журавли“ den Wunsch aller zum gemeinsamen Singen. Der Chor der Lobatschewski-Universität sang dieses Lied und grüßte die Partnerstadt – ganz unerwartet. Weiße Rosen, rote Nelken schmücken das Gräberfeld der 1698 Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter, die ihre Heimat nie wieder sehen sollten, darunter 1667 aus der Sowjetunion, elf aus Belgien, sieben aus Polen, sechs aus Jugoslavien.
 

© Text: Deutsch-Russische Begegnung Essen e.V.
© Video: Michael Theisen
© Fotos: Alfred Plischka

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Zu Ehren des Sieges

Die Gesellschaftskammer der Russischen Föderation hat zusammen mit dem Institut für außenpolitische Studien und Initiativen am Vorabend des 75. Jahrestages des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg das Portal "Zu Ehren des Sieges!" ins Leben gerufen.
Auf diesem Portal erklären prominente Persönlichkeiten aus Politik und Öffentlichkeit, Diplomaten, Historiker und Universitätsprofessoren aus der ganzen Welt in fünf Sprachen - Russisch, Englisch, Spanisch, Deutsch und Griechisch - offen und deutlich ihre grundsätzlichen Standpunkte. Sie sprechen über Elend und Leiden, welche Nazismus und Faschismus ihren Völkern gebracht haben. Und auch darüber, wie sie die Versuche bewerten, die Rolle der Sowjetunion beim Sieg im Zweiten Weltkrieg zu revidieren. Sie sprechen über Risiken des Wiederauflebens von Faschismus und anderer ultrarechter Ideologien sowie darüber, wie wir sie gemeinsam bekämpfen können.
Mehr Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.

© Text und Foto: https://victory75.org

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Stadt Salzgitter würdigt den 8. Mai

Als besonderes Zeichen der Solidarität und Verbundenheit hat die Stadt Salzgitter am 9. Mai neben den Fahnen von Europa, Bund, Land und Stadt an öffentlichen Gebäuden zusätzlich die Fahnen der Partnerstädte auf dem "Platz der Partnerstädte" geflaggt. Salzgitter pflegt bereits seit 1987 eine offizielle Städtepartnerschaft mit der russischen Stadt Stary Oskol.

© Foto: Stadt Salzgitter, zu sehen ist Oberbürgermeister Frank Klingebiel

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"Vergebung?"

Ein Film aus der Perspektive zweier Filmemacher, die "von außen" kommen. Sie sind weder Deutsche noch Russen. Sie leben in der Schweiz und sind jüdisch. Es geht in dem Film um Nachfahren von Tätern, die mit Nachfahren von Opfern kommunizieren wollen und sie dabei um Vergebung bitten. Was bedeutet dies? Mehr dazu finden Sie im Trailer.

Weitere Informationen finden Sie auf der hier: http://www.vergebung-stalingrad.ch/.

Kontakt:
AVA Scheiner AG
CH-8005 Zürich
Tel +41 (0)79 402 27 85
http://www.ava-scheiner.ch

© Text und Foto: Peter und Susanne Scheiner

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Videobotschaft von Pavel Izvolskiy auf Russisch

Pavel Izvolskiy, Leiter der Vertretung von Rossotrudnitschestvo in Deutschland, Direktor des Russischen Hauses der Wissenschaft und der Kultur in Berlin: "Die Veranstaltungen des Deutsch-Russischen Forums sowie des Bundesverbandes russischsprachiger Organisationen in Deutschland ist zu einer guten Tradition geworden. Sie bringen diejenigen Vertreter der Zivilgesellschaften Russlands und Deutschlands zusammen, die die besondere Bedeutung für die Entwicklung der Öffentlichkeitsarbeit und den kulturellen Austausch zwischen beiden Ländern unterstützen."

Die Video-Grußbotschaft finden Sie hier.

Die deutsche Übersetzung der Video-Grußbotschaft finden Sie hier.

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Grußbotschaft aus Lüdenscheid nach Taganrog

Seit 1991 sind Lüdenscheid und Taganrog nun offiziell schon Städtepartner. In dieser Zeit haben sie unzählige Projekte und Veranstaltungen organisiert und realisiert. Unter anderem ist die Schulpartnerschaft ein wichtiger Aspekt der Zusammenarbeit beider Städte. Seit mehr als 20 Jahren führt der Fachbereich Russisch des Bergstadt-Gymnasiums Lüdenscheid (BGL) jährlich unterschiedliche Projekte mit den Studierenden der Taganroger Hochschule für Verwaltung und Ökonomie durch, um den Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden die gegenseitige Kultur nächer zu bringen.
Zum "Tag des Sieges" am 9. Mai haben die Kolleginnen und Kollegen des BGL nun eine Video-Grußbotschaft an ihre Freunde und Partner in Taganrog geschickt.

Im Video zu sehen sind: Bernd Mai, Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL Hagen) und Russisch- und Sportlehrer am Bergstadt-Gymnasium Lüdenscheid; Vladislava Heinen, Austauschkoordinatorin Lüdenscheid-Taganrog, Bergstadt-Gymnasium Lüdenscheid; Dr. Annette Ernst-Fabian, Fachvorsitz Russisch am Bergstadt-Gymnasium Lüdenscheid; Andrej Artschwager, Russischlehrer am Bergstadt-Gymnasium Lüdensche

Die Video-Grußbotschaft finden Sie hier.

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75 Jahre Frieden - Erlangen wendet sich an Wladimir

Die Städte Erlangen und Wladimir pflegen nun bereits seit 1983 eine lebhafte Städtepartnerschaft. Anlässlich des 75. Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkriegs sollte eine fünfzehnköpfige Delegation mit Oberbürgermeister Florian Janik nach Wladimir reisen,um dort auf dem Platz des Sieges eine Rede zu halten. Aufgrund der Corona-Pandemie musste diese Reise jedoch abgesagt werden. Stattdessen legte das Stadtoberhaupt am 8. Mai an den sogenannten Russengräbern auf dem Zentralfriedhof einen Kranz und wandte sich mit wichtigen Worten an seine Partnerstadt.

Weitere Links zu Dokumentationen mit Kriegsveteranen, Videos sowie Berichte und Projekte zu 75 Jahren Frieden, die im Rahmen der Städtepartnerschaft Erlangen-Wladimir entstanden sind finden Sie hier.

© Text und Foto: Peter Steger, Partnerschaftsbeauftragter der Stadt Erlangen

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Karlsruhe schickt Botschaft des Friedens nach Krasnodar

Karlsruhe und Krasnodar pflegen bereits seit 1997 eine lebhafte Städtepartnerschaft. Mit einem Schreiben wandte sich nun Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup der Stadt Karlsruhe an seinen Amtskollegen der russischen Partnerstadt Krasnodar, Herrn Evgeny A. Pervyshov, um ein Zeichen der Freundschaft, des Friedens und der Verbundenheit zu setzen.

"Im Bewusstsein unserer bitteren Erfahrungen wollen wir die Gegenwart und die Zukunft mit aller Kraft politisch verantwortungsvoll gestalten, um der Freiheit und dem Frieden in der Welt zu dienen. Gemeinsam mit Ihnen und den Menschen in der Partnerstadt Krasnodar, denen wir aus tiefstem Herzen verbunden sind, werden wir weiter Brücken der Freundschaft zwischen Ost und West bauen."

Das komplette Schreiben können Sie hier nachlesen.

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Emden bekundet Solidarität mit Archangelsk

Die Städte Emden und Archangelsk pflegen seit 1989 eine lebhafte Partnerschaft. Als Zeichen der Solidarität schickte Oberbürgermeister Tim Kruithoff ein Schreiben an seine Partner in im russischen Archangelsk.

"Ich bin sicher, dass uns diese Zeiten noch mehr zusammenschweißen werden: in Emden, in Deutschland, in Europa, in Archangelsk und in der ganzen Welt. Die tiefe Freundschaft und langjährige Verbundenheit über unsere Grenzen hinaus, ist ein Band, das zusammenhält und zugleich Halt gibt. Noch immer denken wir mit viel Freude an die Feierlichkeiten zu dem 30-jährigen Bestehen unserer Partnerschaft. Damals hat sicher niemand von uns für möglich gehalten, dass wir uns einmal in so einer Situation bewähren müssen. Umso mehr gibt die Aussicht auf ein großes gemeinsames Fest nach der Krise, Kraft und Stärke."

Das komplette Schreiben finden Sie hier.

© Foto: Pixabay, Rathaus Emden

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Aufruf der Gesellschaft "Russland-Deutschland"

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Landsleute,
Bürgerinnen und Bürger Deutschlands
und alle Nationen der Welt!

Heute feiern wir eines der größten Ereignisse in unserer gemeinsamen Geschichte - 75. Jahre des Endes des Zweiten Weltkriegs und des Sieges über den Nazismus. Es war eine unbeschreibliche Tragödie, vor allem für das sowjetische Volk und zugleich seine legendäre Heldentat. Erinnerungen und Gefühle, Tatsachen und Empfindungen fordern uns dazu, uns vor diesen Ereignissen zu verneigen und dafür zu sorgen, dass sie unvergesslich bleiben.

Für uns alle ist dies in der Tat die Vollendung und Überwindung eines der tragischsten Ereignisse in der Geschichte der Menschheit auf unserem Planeten. Das überzeugt uns heute in der Tatsache, dass eine Rückkehr in die Vergangenheit in keiner Weise akzeptabel oder annehmbar ist. Nachdem sich der Großteil der Weltgemeinschaft nicht nur auf den Weg der Versöhnung, sondern auch der Annäherung gestellt hat, wird nun damit hoffentlich eine zuverlässige Barriere gegen einen inakzeptablen Sprung in die tragische Vergangenheit gebildet.

In diesem Sinne handelt auch unsere Internationale Organisation, die Gesellschaft "Russland-Deutschland" - Nachfolgerin der 1972 gegründeten Gesellschaft "UdSSR-Deutschland". Sie vereint Bürger Russlands, die ernsthaft daran interessiert sind, die vielfältigen Beziehungen zu Deutschland aufrechtzuerhalten und zu stärken. Dabei haben wir die Möglichkeit, auf eine enge, produktive Zusammenarbeit mit einer verwandten deutschen Struktur - dem 1993 gegründeten Deutsch-Russischen Forum e.V.- zu setzen. Darüber hinaus baut die Deutsch-Russische Gesellschaft Kontakte und Kooperationen mit einer Reihe weiterer Organisationen in der Bundesrepublik Deutschland auf, die zur Vertiefung der bilateralen Beziehungen auf der gesellschaftlichen Ebene beitragen, insbesondere mit dem Bundesverband Deutscher West-Ost Gesellschaften. Es ist sehr befriedigend, dass unsere gemeinsamen Bemühungen trotz der objektiven Schwierigkeiten der gegenwärtigen Natur eine wachsende Unterstützung seitens der Vertreter der Zivilgesellschaft und der Kultur, der Wirtschaft und der Wissenschaft sowie Partnerschaften auf der kommunalen Ebene in beiden Ländern erfahren.

Die aktuelle Situation, die noch durch die Pandemie erschwert wird, hat Auswirkungen auf die zwischenstaatliche und auch zwischenmenschliche Interaktion. Hoffen wir, dass dieser Zeit nicht allzulange dauern wird. Internationale Solidarität, wirksame gegenseitige Hilfe und die Beseitigung aller Arten von Hindernissen für die Sicherheit und Gesundheit der Menschen, unabhängig von ihrem Wohnsitzstaat, sind heute notwendiger und dringender denn je.

Die Russisch-Deutsche Gesellschaft bekräftigt ihre Bereitschaft und Entschlossenheit, alle ihre bisherigen Pläne zur Organisation von oder Teilnahme an Jubiläumsfeiern umzusetzen, um die bilateralen Beziehungen auf verschiedenen Ebenen mit ihren Partnern in Deutschland als einen echten Beitrag zur Sicherung der friedlichen Zusammenarbeit zwischen den Staaten weiterzuentwickeln.

Präsidium des Vorstands der Gesellschaft "Russland-Deutschland"

© Text: Gesellschaft "Russland-Deutschland"

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Schwedt würdigt 75. Jahrestag

Im Rahmen der Jahres-Abschlusskonferenz der kommunalen und regionalen Partnerschaften 2017/2018 haben die Städte Schwedt und Tuapse 2018 eine Partnerschaftsvereinbarung unterzeichnet. Zum Gedenken an 75 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs fand eine stille Kranzniederlegung statt. Aufgrund der Corona-Pandemie durfte die Stadt offiziell keine Gäste zu dieser "Veranstaltung" einladen, dennoch kamen spontan mehrere Personen zusammen, um diesen besondern Jahrestag im - gebührenden Abstand - zu würdigen. Auf dem letzten Bild sind zu sehen der Bürgermeister Polzehl (rechts) und der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Hans-Joachim Höppner. Auch die lokale Presse war vor Ort und hat berichtet. Außerdem hat der Bürgermeister ein Grußwort an seine russischen Partner geschickt:

Sehr geehrter Herr amtierender Bürgermeister Maxim Wiktorowitsch Kriwopalow,
liebe Bürgerinnen und Bürger der „Stadt des militärischen Ruhmes“ Tuapse,

am 8. Mai und 9. Mai dieses Jahres jährt sich zum 75. Mal ein historisches Datum -die Befreiung Deutschlands von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und der Tag des Sieges der russischen Streitkräfte über Hitlerdeutschland. Mit diesem Krieg haben Deutsche den Menschen viel Leid angetan, ganz besonders den Völkern der Sowjetunion. Für die Schwedter Bürgerinnen und Bürger ist deshalb die Städtepartnerschaft mit Tuapse von besonderer Bedeutung - sie ist ein Botschafter des Friedens und der Zusammenarbeit beider Partner auf allen Gebieten, die der Völkerverständigung dienen. An dieser Stelle übermittle ich Ihnen und allen Bürgerinnen und Bürgern der Partnerstadt Tuapse meine herzlichsten Grüße und Glückwünsche zum Tag des Sieges über den Hitlerfaschismus.

Aus Anlass des 75. Jahrestages fand in Schwedt/Oder am 8. Mai 2020 am sowjetischen Ehrenmal auf dem Neuen Friedhof eine stille Kranzniederlegung statt. Die ursprünglich geplante, große Gedenkveranstaltung konnte leider nicht stattfinden, da die aktuellen gesetzlichen Vorschriften alle öffentlichen Veranstaltungen untersagen (auf Grund der Corona-Pandemie). Leider muss ich Ihnen zugleich mitteilen, dass auch das geplante große Stadtfest anlässlich der 75-Jahrfeier wegen der Corona-Pandemie auf das nächste Jahr verschoben werden muss. Es findet nunmehr vom 3. - 5. September 2021 statt. Wir würden uns freuen, wenn der für dieses Jahr geplante Besuch einer Delegation aus Tuapse zu diesem neuen Termin nachgeholt werden könnte. Ich hoffe sehr, dass wir die Corona-Pandemie bald überstanden haben. Die Auswirkungen sind sehr gravierend, sowohl für die Menschen und die Unternehmen als auch für das gesellschaftliche und kulturelle Leben in der Stadt. Obwohl wir in Schwedt nur sehr wenige Verdachtsfälle auf Corona haben, scheint es, als ob die Zeit still steht. Aber das Leben muss weitergehen und es gibt auch schon wieder die ersten Lockerungen. Wie sieht die Situation in Tuapse konkret aus? Mich würde sehr interessieren, wie Sie mit der Situation vor Ort umgehen.

Ich wünsche Ihnen und allen Bürgerinnen und Bürgern unserer Partnerstadt Gesundheit und Wohlergehen. Kommen Sie gut durch diese schwere Zeit.

Herzliche Grüße

Bürgermeister Jürgen Polzehl

©  Text: Corina Müller, Leiterin Büro Bürgermeister, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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Verbundenheit in Zeiten der Corona-Krise

Seit 2012 sind Baden-Baden und Sotschi nun offiziell Städtepartner und organsieren seitdem gemeinsame Projekte in den Bereichen Kultur, Soziales, Wirtschaft, Wissenschaft sowie Technik. Zum 9. Mai hat Oberbürgermeisterin Margret Mergen eine Botschaft der Verbundenheit und Freundschaft an ihren russischen Amtskollegen Oberbürgermeister Aleksey Kopaygorodskiy in Sotschi gesendet. 

"Wie wichtig ein Zusammenhalt in schweren Zeiten ist, dass wissen wir bereits aus der Vergangenheit, aus Zeiten des Krieges und der Not. Der Grundstein unserer Städtepartnerschaft, nämlich die Idee eines Bündnisses für den Erhalt des Friedens und für den Aufbau einer länderübergreifenden Freundschaft, wurde in genau solchen schweren Zeiten gelegt. Seither unterstützen wir uns gegenseitig, tauschen uns aus und füllen die Partnerschaft mit Leben."

Das komplette Schreiben finden Sie hier.

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Stilles Gedenken vor dem Sowjetischen Ehrenmahl im Berliner Tiergarten

Trotz der Herausforderungen in Zeiten der Corona-Pandemie gedachten am 8. und 9. Mai zahlreiche Menschen in ganz Deutschland allen Opfern der Schreckensherrschaft des Nationalsozialismus anlässlich des 75. Jahres des Endes des Zweiten Weltkrieges. Unter anderem trafen unter Einhaltung der gegebenen Schutzmaßnahmen der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller, S.E. Botschafter Sergej Netschajew und Matthias Platzeck, Ministerpräsident a.D., Vorsitzender des Vorstandes, Deutsch-Russisches Forum e.V. vor dem Sowjetischen Ehrenmal im Berliner Tiergarten zusammen, um im Stillen den Opfern zu gedenken.

Das Deutsch-Russische Forum e.V. plante ursprünglich eine gemeinsame Konferenz mit dem Bundesverband russischsprachiger Institutionen. Aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen weltweit waren diese Gedenkveranstaltungen weder in Deutschland noch in Russland möglich. Dies bedauern wir als Deutsch-Russisches Forum e.V. außerordentlich.

Wir laden Sie ein, auf diese Weise auch im Nachhinein aller Opfer dieser Schreckensherrschaft zu gedenken und so mitzuwirken an einem friedlichen Miteinander in der Zukunft der deutsch-russischen Beziehungen.

© Fotos: Sascha Radke

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Städtepartnerschaften - "Botschafter des Friedens"

Hildesheim und Gelendzhik in Russland pflegen bereits seit 1992 eine lebhafte Städtepartnerschaft. Zum 9. Mai schickte Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer eine "Botschaft des Friedens" an seinen russischen Amtskollegen, Oberbürgermeister Alexey Bogodistow.

"Städtepartnerschaften wie unsere sind deshalb für uns von besonderer Bedeutung: Sie sind Botschafter des Friedens. Die Städtepartnerschaften zwischen Russland und Deutschland stehen für Versöhnung und für Freundschaft in Europa und in der Welt. Für uns sind sie Geschenk und Verpflichtung zugleich: sie bilden das Fundament für das friedliche Miteinander unserer Länder - heute und in Zukunft."

Das komplette Schreiben finden Sie hier.

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"Nie wieder Krieg!"

2003 besiegelten die Städte Höchstadt an der Aisch und Krasnogorsk offiziell ihre Partnerschaft und gleichzeitig wurde zu diesem Anlass der Freundeskreis Höchstadt-Krasnogorsk e.V. gegründet. Sowohl der Verein als auch die Stadt haben sich zum Gedenken an 75 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs sich an ihre russischen Partner und Freunde in Krasnogorsk gewandt und ihre Verbundenheit in dieser Krise signalisiert.

Das Schreiben der Stadt Höchstadt finden Sie hier.
Das Schreiben des Vereins Freundeskreis Höchstadt-Krasnogorsk e.V. finden Sie hier.

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Stadt Schwerte gedenkt den Opfern des Krieges

Seitdem die Stadt Schwerte eine offizielle Partnerschaft mit der russischen Stadt Pjatigorsk 1992 eingegangen ist, konnten bereits unzählige Projekte und Beiträge zur deutsch-russischen Zusammenarbeit realisiert werden. Zum 75.-jährigen Kriegsende hat sich der Bürgermeister Dimitrios Axourgos nun an Deutschland und Russland gewandt, um den Opfern der Schreckensherrschaft zu gedenken:

Liebe Freundinnen und Freunde !

Am 8. Mai vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg in Europa. In Russland ist der 9. Mai der Tag des Sieges über Hitler-Deutschland. Mit diesem Krieg haben Deutsche unsägliches Leid besonders auch über die Völker der Sowjetunion gebracht.Wir erinnern uns in diesen Tagen in Trauer aller Toten des Krieges und der Gewaltherrschaft und gedenken aller, die für uns ihr Leben ließen. Wir Deutsche schulden den Opfern des Krieges nicht nur unser ehrendes Gedenken – sondern auch, dass wir Lehren ziehen aus ihrem Leid und alles tun, damit es sich nicht wiederholt.Ich bin fest davon überzeugt, dass wir nach der Coronakrise mit unseren Freundinnen und Freunden aus unserer Partnerschaft Pjatigorsk weiterhin eng zusammenarbeiten werden. Ich wünsche Ihnen in dieser Zeit der Herausforderungen viel Kraft und vor allem Gesundheit.

Mit solidarischen Grüßen

Dimitrios Axourgos
Bürgermeister der Stadt Schwerte


© Foto: Frank Vincentz auf Wikimedia Commons

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Wettlauf nach Berlin

In Szene gesetztes „Treffen an der Elbe“ am 25. April 1945
von Dr. Jörg Morré, Direktor des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst

Am 25. April gab es im sächsischen Torgau das wirkungsvoll in Szene gesetzte „Treffen an der Elbe“.  Erstmals begegneten sich amerikanische und sowjetische Truppen auf deutschem Gebiet.  Damit begannen die „Tage der Befreiung“. Was geschah in den letzten Kriegswochen und -tagen genau?

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

© Allan Jackson, Treffen an der Elbe im April 1945

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Hanau schickt Solidaritätsschreiben nach Jaroslawl

Hanau und Jaroslawl pflegen bereits seit 2002 eine lebhafte und aktive Städtepartnerschaft. Oberbürgermeister Claus Kaminsky hat sich der Initiative für deutsch-russische Städtepartnerschaften ebenfalls angeschlossen und schickte eine Botschaft der Solidarität an seine Amtskollegen, Oberbürgermeister Wolkow und Bürgermeister Gawrilow in Jaroslawl.

"Es ist besorgniserregend, was gerade in dieser Welt passiert und deshalb besonders wichtig, sich gegenseitig zu bestätigen, dass wir aneinander denken und persönliche Kontakte vermissen. Dass man sich Mut macht und weiß, es kommen wieder bessere Zeiten, in denen wir miteinander feiern und unser Zusammensein genießen."

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Spremberg gedenkt den Gefallenen des Krieges

Auch Bürgermeisterin Christine Herntier schickte eine Grußbotschaft zum 75. Jahrestag des Kriegsendes an die Bürger von Schelesnogorsk und gedenkt den Gefallenen des Krieges. Spremberg führt seit 2016 eine aktive Städtepartnerschaft mit Schelesnogorsk.

Sehr geehrter Herr Kollege Kotov,

die weltweite Corona-Situation führt dazu, dass sowohl am 8. Mai in Deutschland als auch am 9. Mai in Russland die Gedenkveranstaltungen aus Anlass des 75. Jahrestages der Beendigung des Zweiten Weltkrieges nicht oder nur sehr eingeschränkt stattfinden können.
Wir werden in Spremberg auf der sowjetischen Kriegsgräberstätte am 8. Mai eine kleine Kranzniederlegung durchführen, um der Gefallenen des Krieges zu gedenken. Ich hoffe, Sie haben in Schelesnogorsk am 9. Mai eine ähnliche Gelegenheit. Wichtig ist, dass die derzeitige Pandemie nicht die Beziehungen zwischen unseren beiden Städten beeinträchtigt und wir bald wieder unter "normalen" Bedingungen gegenseitige Besuche aufnehmen können.
Ich wünsche Ihnen und den Bürgerinnen und Bürgern von Schelesnogorsk in der gegenwärtigen Situation viel Zuversicht und Kraft und vor allem Gesundheit.

Mit freundlichen Grüßen

Christine Herntier
Bürgermeisterin

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Gedenknote zum Kriegsende

Liebe Bürgerinnen und Bürger Russlands,
liebe Freundinnen und Freunde in unserer russischen Partnerstadt Smolensk,

am 8. Mai jährt sich zum 75. Mal das Ende des II. Weltkriegs. Nach 12-jähriger Schreckensherrschaft endete damit der von Deutschland ausgegangene nationalsozialistische Terror. Und der Preis war hoch. Mehr als 70 Millionen Frauen, Männer und Kinder verloren in diesem Krieg ihr Leben, darunter mehr als 26 Millionen sowjetische Bürgerinnen und Bürger. Umso mehr danke ich allen Menschen, die nach dem Kriegsende bis heute dafür Verantwortung getragen und sich dafür eingesetzt haben, dass Europa in Frieden zusammenwächst.

Ein wesentliches Element dieser Friedenssehnsucht waren und sind die Partnerschaften zwischen russischen und deutschen Städten so wie die 1985 begründete Städtepartnerschaft zwischen Hagen und der Heldenstadt Smolensk. In den letzten 35 Jahren erwuchsen aus den anfänglich eher institutionell geprägten Beziehungen feste Freundschaften zwischen den Menschen unserer beiden Städte.

Gerne hätten die Bürgerinnen und Bürger Hagens an der Seite ihrer Smolensker Freundinnen und Freunde dem Kriegsende vor 75 Jahren gedacht. Leider halten uns derzeit die Auswirkungen der Corona-Pandemie davon ab. Wir alle haben derzeit einen gemeinsamen, unsichtbaren Feind. Ich wünsche den Menschen in Russland und Deutschland und darüber hinaus in der ganzen Welt, dass bald wirksame Mittel gegen die unheilvolle Kraft des Virus entwickelt werden, damit wir uns bald auch wieder persönlich sehen können.

Gerade vor dem Hintergrund der gewaltigen Herausforderungen, welche die Pandemie an uns alle stellt, wünsche und hoffe ich, dass wir in Erinnerung an das unaussprechliche Leid unserer Vorfahren auch in der Zukunft alles Denkbare unternehmen, was dem Frieden, dem Vertrauen und der Freundschaft zwischen den Völkern Russlands und Deutschlands dient.

In diesem Sinne verbleibe ich mit den besten Grüßen für eine gute gemeinsame Zukunft

Ihr
Erik O. Schulz
Oberbürgermeister der Stadt Hagen

© Foto: Peter Mook, Stadtkanzlei

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Videobotschaft von Dr. Thomas Fasbender

Dr. Thomas Fasbender, Berater beim Berliner Forschungsinstitut „Dialog der Zivilisationen“ (DOC): "Jede Region, jedes Land wird selbstbewusster, geht selbstbewusster seinen eigenen Weg, gerade auch nach der Globalisierung. Deutsche und Russen können hier gerade deswegen, weil wir beide Völker vielleicht am meisten oder vielleicht mehr als andere durch diese Hölle gegangen sind dazu beitragen Gutes zu tun, für Frieden zu sorgen, Krieg zu vermeiden."

Die komplette Videobotschaft finden Sie hier.

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Cottbus schickt Botschaft der Verbundenheit nach Lipezk

Die Städte Cottbus und Lipezk haben 1974 offiziell den Partnerschaftsvertrag unterzeichnet und haben seitdem viele gemeinsame Projekte und Veranstaltungen realisiert. Nun hat sich auch die Bürgermeisterin Marietta Tzschoppa an ihre russische Amtskollegin Uvarkina und die Bevölkerung von Lipezk gewandt, um in Gegenwart der derzeitigen Herausforderungen ein Zeichen der Solidarität zu setzen.

Das komplette Schreiben finden Sie hier.

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Grafschaft Bentheim wendet sich an den Rayon Slawsk

Die Grafschaft Bentheim pflegt seit 2002 eine Partnerschaft mit dem Rayon Slawsk. Angesichts der Krise und dem 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs wendet sich Landrat Uwe Fietzek an seine russischen Freunde und Partner und gedenkt den Opfern des Krieges.

Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Partnerinnen und Partner
im Rayon Slawsk,

seit September 2002 – nunmehr bereits 17 Jahre – verbindet uns eine enge Partnerschaft. Sie geht auf eine Patenschaft zurück, die 1955 zwischen meinem Landkreis Grafschaft Bentheim und den Vertriebenen aus dem ehemals ostpreußischen Landkreis Elchniederung geschlossen wurde. Nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ wurden Verbindungen hergestellt, die schließlich zu engeren Beziehungen und zu der Partnerschaft mit dem Rayon Slawsk führten.

Eine Partnerschaft zwischen Landkreisen ist mitunter wie die zwischen zwei Menschen, die sich für einander entschieden haben: es läuft nicht immer alles rund, aber man arbeitet gemeinsam an der Beziehung und man hält zusammen. Wie in der Verbindung von zwei Menschen, lernen wir gemeinsam mit jeder Begegnung etwas Neues hinzu. Und so war es auch in den vergangenen fast zwei Jahrzehnten für mich.

Partnerschaften und ein gemeinsames Miteinander sind in Zeiten wie diesen – ob nun mit Blick auf die Corona-Pandemie, den weltweiten Klimawandel oder unser leider großes Dauerthema: den Frieden – unersetzlich. Wir Grafschafterinnen und Grafschafter wissen gerade jetzt, 75 Jahre nach Ende des grauenvollen Weltkrieges und des von Deutschen ausgehenden Massenmordes an der jüdischen Bevölkerung Europas, welche Verantwortung wir tragen. Umso wichtiger ist es im Hinblick auf die jungen Generationen, Brücken über Grenzen hinweg zu bauen und damit für die Zukunft für Frieden und Freiheit Sorge zu tragen.

Solche Aufgaben können wir nur gemeinsam bewältigen. In diesem Sinne grüße ich die Bürgerinnen und Bürger des Rayon Slawsk auf das Herzlichste und wünsche uns gemeinsam weitere erfolgreiche Schritte für ein solidarisches Miteinander – und im Hinblick auf die Pandemie – ganz viel Gesundheit.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr
Uwe Fietzek
Landrat

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Deutsch-Russische Gesellschaft in Ettlingen schickt Botschaft der Solidarität nach Gatschina

Seit 1992 hat Ettlingen eine offizielle Partnerschaft mit der russischen Stadt Gatschina und beide verbindet seither eine tiefe Freundschaft. Die Deutsch-Russische Gesellschaft Ettlingen e.V. hat zu diesem besonderen Jahrestag eine Grußbotschaft an seine russischen Partner und Freunde geschickt.

Sehr geehrte Frau Ludmila Neschtschadim,
sehr geehrter Herr Vitaly Filonenko,

unser Verein, Deutsch-Russische Gesellschaft Ettlingen, arbeitet seit 1990 mit Partnern in Gatschina zusammen. Gemeinsam konnten wir - auch mit Unterstützung und Hilfe durch Organisationen beider Länder - bleibende Leistungen der Versöhnung und der Partnerschaft zwischen unseren beiden Städten erbringen. Ich erinnere mich an den Besuch Leningrader Blockadeopfer unter Leitung von Aleksandr Wachter und den Besuch der minderjährigen Gefangenen aus dem Rayon Gatschina. Wir sind überzeugt, dass es besonders in Zeiten wie diesen wichtig ist, die Erinnerung an unsere gemeinsame, leidvolle Geschichte wach zu halten.

Vor 75 Jahren befreiten alliierte Armeen uns Deutsche und die Europäer von einer beispiellosen deutschen Eroberungs-, Raub-, Versklavungs- und Mordmaschinerie. Die Sieger und Befreier schenkten den Deutschen und den Europäern eine bessere Zukunft.

Da ich nicht wie geplant zu den Feierlichkeiten zum Tag des Sieges nach Gatschina kommen kann, werden wir in stillem Gedenken auf den beiden Friedhöfen in Ettlingen an den Gräbern ermordeter sowjetischer Soldaten Blumen zur Erinnerung niederlegen. Diese Geste im Wissen um die 27 Millionen Tote, die die Völker der ehemaligen Sowjetunion betrauern und  als aufrichtiger Gruß an alle in Gatschina lebenden Familien, deren Angehörige in diesem deutschen Aggressionskrieg gefallen oder verhungert, zur Zwangsarbeit verschleppt, erniedrigt oder erschossen wurden.

Zum 75. Jahrestag des Sieges über den Nationalsozialismus am 9. Mai 2020 gratulieren wir Ihnen und der Bevölkerung von Gatschina, Stadt des militärischen Ruhms, von ganzem Herzen.

Gerhard Laier
Vorsitzender der Deutsch-Russischen Gesellschaft Ettlingen e.V.

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