Projekt des Teams Duisburg - Perm

Das Thema des Projekts: Umwelt, Engagement von Jugendlichen in sogenannten TOS (russ. территориальное общественное управление) bzw. in Eigeninitiative organisierende und von der Kommunal/Stadtverwaltung finanzierende Vereine.

Projektidee:

„Das im letzten Jugendforum entwickelte Projekt „Jugend fürs Revier“ soll weiterentwickelt werden. Jugendlichen soll die Möglichkeit gegeben werden, sich zu einem ersten Austausch zu treffen und die Aktionswoche im Rahmen des Austausches zu planen. Darüber hinaus können neue Ideen entstehen, welche für die Erweiterung und feste Verankerung des Projektes in verschiedenen Stadtteilen genutzt werden können. Die Jugendlichen sollen außerdem dazu befähigt werden, Projekte selbstständig zu initiieren und zu begleiten.“

Am ersten Tag bzw. in der ersten Runde lag der Fokus auf dem Projekt der Permer Gruppe. Die Arbeitsgruppe aus Duisburg war leider nicht da und kam erst am zweiten Tag.  Ich habe die Position des Beobachters/Beraters übernommen. Da ich das Projekt und dessen Kontext noch nicht kannte, fand ich die erste Runde wesentlich schwerer als die zweite, die also am nächsten Tag zusammen mit der deutschen Gruppe stattfand.  In der ersten Runde habe ich hauptsächlich darauf geschaut, dass die Kriterien bzw. die Struktur eines Projekts so gut wie möglich eingehalten werden. Dabei hatte ich allerdings nicht bedacht, dass die Permer Gruppe ihre eigene Vorstellung von der Projektorganisation hat und das ganze bereits als „erledigt“ sieht. Das lag unter anderem auch daran, dass zwei Teilnehmer von der russischen Seite sich jahrelang mit dem Projekt beschäftigt haben und einige Erfahrungen in diesem Bereich bereits gesammelt haben.

Der zweite und dritte Tag fand ich wesentlich interessanter. Die Teilnehmenden aus Perm und Duisburg tauschten sich aus und beschäftigten sich intensiv mit der Struktur und Inhalt des Projekts. Dabei stellten sich nochmal die Fragen: wann? wo? wie? und für wen? das Projekt gemacht werden soll. Das Hauptproblem, das sich vor allem vor der Permer Gruppe stellte, war die Suche nach Motivation für die Jugendlichen. Die Tos-Vereine bestehen aus Bewohner der Stadt Perm, die sich in der Freizeit mit verschiedenen Problemen eigenen Stadt beschäftigen. Dabei sind es hauptsächlich Erwachsene im Alter zwischen 40-60. Von daher war es uns wichtig, die Lösung zu finden, wie man die TOS-Vereine für die jungen Menschen attraktiv machen könnte. Dies führe zu einer lange, aber letztendlich sehr produktive Diskussion.

Im Laufe der Woche fand unsere Arbeitsgruppe doch einen Kompromiss. Die allgemeine Stimmung kann ich auch nur als sehr gut und freundlich bezeichnen. Beide Gruppen waren sehr offen für die konstruktive Kritik, obwohl es manchen auch nicht so ganz leicht fiel.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die beiden Gruppen aus dieser Zusammenarbeit viel gelernt haben und sich für dieses Projekt weiter einsetzen werden.

Text: Roman Uzbekov, Sprachmittler des Teams Duisburg-Perm