Projekt des Teams Jaroslawl-Hanau

Teamsmitgliederinnen: Viktoria Both, Olga Korzinina, Nina Levchenko, Polina Tarasenko

Projekttitel: Meine Stadt für dich. 5 Tage – 5 Menschen.

Beim 3. Jugendforum der deutsch-russischen Städtepartnerschaften unterstützte ich die Gruppe „Jaroslawl-Hanau“. Der Verein hatte im Jahr 2018 sein 25-jähriges Jubiläum gefeiert. Trotz langer Kooperation wurden in diesem Zeitraum laut Teammitgliederinnen wenige gemeinsame Projekte initiiert. Um neue Projekte ins Leben zu rufen, braucht der Verein dringend neue Kräfte und vor allem junge Menschen, die innovative Ideen für den zukünftigen Austausch bringen sollten. Auf diese Mission zielt das laufende Projekt ab, mit dem sich die Gruppe aus vier Personen während der Woche fleißig und konstruktiv beschäftigte.

Das Ziel des Projekts besteht darin, gemeinsam einen Kurzfilm zu produzieren, um die einheimischen Jugendlichen für ihre Vereine zu begeistern.  Um das Projekt in Erfüllung zu bringen, wurde von den Teilnehmerinnen während des Forums ein gut strukturierter Plan ausgearbeitet. Es finden zwei Aufenthalte zuerst in Jaroslawl (Februar 2020), danach in Hanau (April 2020) statt. An dem Austausch nehmen Jugendliche teil, die noch nie in Deutschland bzw. in Russland waren, trotzdem großes Interesse an der Vertiefung der Freundschaften und der kulturellen Verständnisse zwischen Hanau und Jaroslawl zeigen. Das erste Interview wird vor der Reise gemacht, indem die Teilnehmenden über Stereotype und ihre Erwartungen befragt werden. Nach jedem Aufenthalt wird ein Film produziert. Der finale Film wird auf dem Youtube-Kanal sowie auf der Instagram-Seite veröffentlicht.

Aus meiner Sicht verlief der Austausch zwischen den deutschen und russischen Mitgliederinnen des Vereins sehr erfolgreich und produktiv, obwohl deutsche Seite nur von einer Teilnehmerin vertreten wurde. Die Arbeitsatmosphäre war sehr freundlich, jede Teamsteilnehmerin hatte Möglichkeit ihre eigene Meinung zu äußern. Als Kritikpunkt würde ich doch unterschiedliche Arbeitsweise hervorheben, die manchmal zu den Missverständnissen führten. Und zwar wollte die Leader von russischer Seite alle organisatorischen Aufgaben bezüglich der Realisierung des Projekts übernehmen (Planung des Kulturprogramms in Jaroslawl, Aufenthalt von den Gästen usw.), wobei die Teilnehmerin aus Deutschland vorschlug, mehr Volontären zur Durchführung anzuschließen. Trotz kleiner Missverständnisse wurden während einer Woche offensichtliche Ergebnisse gegeben. Die Leiterinnen der Gruppen standen in Kontakt mit ihrer Kuratorin schon vor der Reise, weshalb das Problem des Vereins sowie seine Lösung und Methoden schon bekannt waren. Die Besprechung des Projekts mit Frau Natalia Rudi, einer der

Ansprechpartnerin, fand während der Mittagspause statt. Es wurden Fragen bezüglich der Finanzierung, Öffentlichkeitsarbeit, Fristen und der eventuellen Teilnehmenden aufgeklärt. Das Ziel des Projekts wurde von der Kuratorin hochgeschätzt. Die Teilnehmerinnen holten sich Unterstützung von ihrer Seite sowie von der Seite der Stadtverwaltung Jaroslawls, die früher wenig Aufmerksamkeit auf die Tätigkeit des Vereins gelenkt hatte. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Vereinsmitgliederinnen sehr motiviert und zielstrebig sind. Mit großem Interesse werde ich weiter die Projektrealisierung im Auge halten.

Text: Tatiana Pushina, Sprachmittlerin des Teams