XV. Deutsch-Russische Städtepartnerkonferenz war ein großer Erfolg

Vom 25. Juni bis zum 28. Juni fand im Kreis Düren die XV. Deutsch-Russische Städtepartnerkonferenz statt. Unter dem Motto „Wege der Verständigung: Partnerschaften als Mittler des Deutsch-Russischen Dialogs“ kamen über 700 Vertreter von Städten und Gemeinden, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Politik und Wirtschaft aus Deutschland und Russland zusammen, um sich in insgesamt sieben Arbeitsgruppen miteinander auszutauschen.

Im Vorfeld zur Eröffnung der XV. Deutsch-Russischen Städtepartnerkonferenz legten Matthias Platzeck, Vorsitzender des Vorstands, Deutsch-Russisches Forum e.V., Wolfgang Spelthahn, Landrat des Kreises Düren und S.E. Sergej J. Netschajew, Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter der Russischen Föderation am Gedenkstein für sowjetische Zwangsarbeiter am Westfriedhof in Aachen zum Gedenken an den Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 gemeinsam mit Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz einen Kranz nieder.

 

Unter dem Motto "Wege der Verständigung: Partnerschaften als Mittler des Deutsch-Russischen Dialogs" werden sich in den kommenden zwei Tagen über 700 Vertreter von Städten und Gemeinden, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Politik und Wirtschaft aus Deutschland und Russland in sieben Arbeitsgruppen miteinander austauschen.

„Die Konferenz steht in der langen Tradition einer vertrauensvollen städteverbindenden Zusammenarbeit mit Russland. Sie setzt ein klares Signal für die versöhnende Kraft des Bürgerdialogs in Europas Städten und Gemeinden“, betont Matthias Platzeck.

Die deutsch-russische Städtepartnerkonferenz wird alle zwei Jahre wechselnd in Deutschland und in Russland ausgetragen und vom Deutsch-Russischen Forum e.V., dem Bundesverband Deutscher West-Ost-Gesellschaften e.V. und der Stiftung West-Östliche Begegnungen in Zusammenarbeit mit der Internationalen Assoziation der Partnerstädte in Moskau durchgeführt.

Eröffnet wurde die Konferenz am 25. Juni 2019 im Aachener Krönungssaal. Wolfgang Spelthahn, Landrat des Kreises Düren und Marcel Philipp, Oberbürgermeister der Stadt Aachen, begrüßten die Gäste am Abend. Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen hielt die Festrede.

Dr. Michail Schwydkoj, Sonderbeauftragter des Präsidenten der Russischen Föderation für internationale kulturelle Zusammenarbeit, Außenministerium der Russischen Föderation verlas ein Grußwort des russischen Präsidenten Wladimir Putin anlässlich der XV. Deutsch-Russischen Städtepartnerkonferenz.

Matthias Platzeck, Vorsitzender des Vorstands, Deutsch-Russisches Forum e.V. verlas das Grußwort der Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich der Städtepartnerkonferenz und hielt ein eigenes Grußwort.

Michelle Müntefering, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Aleksej Didenko, Vorsitzender des Ausschusses für föderalen Aufbau und kommunale Selbstverwaltung, Staatsduma der Russischen Föderation, Peter Franke, Vorsitzender, Bundesverband Deutscher West-Ost Gesellschaften (BDWO), Sergej Paramonow, Vizepräsident der Assoziation der Partnerstädte und Jelena Hoffmann, Vorsitzende des Vorstandes, Stiftung West-Östliche Begegnungen hielten Grußworte.

Im Rahmen der Eröffnung  wurden drei neue deutsch-russische Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet:

Matthias Platzeck, Ministerpräsident a.D., Vorsitzender des Vorstands, Deutsch-Russisches Forum e.V. unterzeichnete gemeinsam mit Walerij Fadeev, Vorsitzender der Gesellschaftskammer der Russischen Föderation die Partnerschaftsvereinbarung zwischen dem Deutsch-Russischen Forum e.V. und der Gesellschaftskammer der Russischen Föderation.

Aleksej Menschtschikow, Direktor, Institut für kommunale Entwicklung, Krasnojarsk unterzeichnete gemeinsam mit Winfried Manns, Geschäftsführer, Kommunalakademie Rheinland-Pfalz und Bernhard Kaster, Mitglied des Vorstands, Deutsch-Russisches Forum Bürgermeister a.D. die Kooperationsvereinbarung zwischen dem Institut für Kommunalentwicklung Krasnojarsk, der Kommunalakademie Rheinland-Pfalz, der Konrad-Adenauer-Stiftung und dem Deutsch-Russischen Forum e.V..

Die neue Städtepartnerschaft zwischen Innopolis und Elgersburg unterzeichneten Frau Ushakova, Stellv. Leiterin, Exekutivkomitee der Stadt Innopolis und Herr Mario Augner, Bürgermeister der Gemeinde Elgersburg.

Der Morgen des zweiten Konferenztages startete mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „ Quo vadis deutsch-russische Beziehungen?“ mit Dirk Wiese, MdB, Koordinator für die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit mit Russland, Zentralasien und den Ländern der Östlichen Partnerschaft, Auswärtiges Amt, Dr. Michail Schwydkoj, Sonderbeauftragter des Präsidenten der Russischen Föderation für internationale kulturelle Zusammenarbeit, Außenministerium der Russischen Föderation, Pawel Sawalny, Abgeordneter der Staatsduma der Russischen Föderation, Vorsitzender des Energieausschusses, Vorsitzender der Russisch-Deutschen Parlamentariergruppe der Staatsduma der Russischen Föderation, Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz, Journalistin und Peter Franke, Vorsitzender, Bundesverband Deutscher West-Ost-Gesellschaften (BDWO). Walerij Fadeev, Vorsitzender der Gesellschaftskammer der RF, ehem. Editor in Chief, Expert magazine, moderierte die Diskussion.

Nach der Mittagspause tagten die Arbeitsgruppen. Insgesamt gab es 7 Arbeitsgruppen zu diesen Themen:

  1. "Energieeffiziente und nachhaltige Stadtentwickluing", koordiniert durch die Deutsche-Energie-Agentur.
  2.  "Digitale Stadt", koordiniert durch die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer, das Deutsch-Russisches Forum e.V. und den Ost-Ausschuss-Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft.
  3. "Strategien für die nachhaltige Entwicklung von Kommunen und Regionen", koordiniert durch das Detusch-Russische-Forum e.V..
  4.  "Zusammenarbeit in Wissenschaft, Kultur und Sprachförderung", koordiniert durch Bundesverband Deutscher West-Ost-Gesellschaften (BDWO).
  5. "Inklusion und Teilhabe", koordiniert durch den Bundesverband Deutscher West-Ost-Gesellschaften (BDWO) .
  6. "Zivilgesellschaft gestaltet Städetpartnerschaften", koordiniert durch die Stiftung West-Östliche Begegnungen.
  7.  "Gesundheit: Medizinisch-wissenschaftliche und humanitäre Zusammenarbeit in Partnerstädten", koordiniert durch Bundesverband Deutscher West-Ost-Gesellschaften (BDWO)

Am Abend des zweiten Konferenztages lud der Kreis Düren zum Emfpang auf Schloss Burgau mit musikalischem Rahmenprogramm aus Russland und Deutschland.

Am letzten Tag der Städtepartnerkonferenz präsentierten die Arbeitsgruppenleiter die Ergebnisse der Arbeitsgruppen in einer Abschlussdiskussion unter der Moderation von Jelena Hoffmann, Vorsitzende des Vorstandes, Stiftung West-Östliche Begegnungen.

Vorgeschaltet zur XV. Deutsch-Russischen Städtepartnerkonferenz fand vom 21. bis 28. Juni 2019 auf Initiative der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch und organisiert durch das Deutsch-Russische Forum das 3. Jugendforum der Deutsch-Russischen Städtepartnerschaften im Kreis Düren statt. 60 Jugendliche aus Deutschland und Russland entwickelten gemeinsam unter dem Motto „Stadt in Bewegung: Dein Projekt zählt“ Austauschprojekte, um Städtepartnerschaften zu stärken.

Ziel des Jugendforums ist es, konkrete Projekte für den Jugendaustausch zwischen den Partnerstädten zu initiieren und den Austausch sowie die Vernetzung unter den Akteuren anzuregen. In Workshops entwickelten die Teilnehmenden Projektvorhaben und legten einen Grundstein für deren Umsetzung. Die Teilnehmenden des Jugendforums nahmen an allen Programmpunkten der XV. Deutsch-Russischen Städtepartnerkonferenz teil und präsentierten in gesonderten Treffen den Kommunalvertretern ihrer Städte ihre Projektideen und diskutierten gemeinsam mit ihnen über deren nachhaltige Umsetzung.

Martin Hoffmann, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied, Deutsch-Russisches Forum e.V. und Wolfgang Spelthahn, Landrat des Kreises Düren, besuchten beim  Markt der Möglichkeiten die Projektstände der Jugendlichen und informierten sich über die Projektpläne. Bei der Abschlussveranstaltung der Städtepartnerkonferenz präsentierten die Jugendlichen ihre ausgearbeiteten Projektideen vor allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Städtepartnerkonferenz.