Partnerschaft zwischen der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen und der Staatlichen Pädagogischen Universität Omsk

Die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen, Fakultät Soziale Arbeit, und die Staatliche Pädagogische Universität Omsk können im Jahre 2018 auf eine 10-jährige Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Sozialen Arbeit in Forschung und Lehre zurückblicken.

Im Sommer 2008 unterzeichneten die beiden Hochschulen unter Bezugnahme auf das Deutsch-Russische Kulturabkommen vom 16. Dezember 1992 über die kulturelle Zusammenarbeit und dem Abkommen über die jugendpolitische Zusammenarbeit vom 21. Dezember 2004 zwischen den Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der Russischen Föderation den Zusammenarbeitsvertrag mit dem Ziel der Vertiefung der Zusammenarbeit in Forschung und Lehre.

 

Auf dem Feld der Forschung mündete dies in folgendes Projekt nebst Veröffentlichung:

Umfrage online und aufsuchend in und um Omsk und Novosibirsk und Tula: „Junge Russland-Deutsche zwischen Bleiben und Auswandern“. Gefördert vom AGIP-Programm des niedersächsischen Wissenschaftsministeriums für zwei Jahre ca. 2007-2009. Publiziert zusammenfassend in:  Vahsen/Mane, „Gesellschaftliche Umbrüche und Soziale Arbeit“ und als Forschungsbericht publiziert und bei der Deutschen Nationalbibliothek registriert.

Eine weitere Veröffentlichung erfolgte im Jahr 2016:

Kestel, Oliver; Garbade, Svenja "Berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung in der Bundesrepublik Deutschland - Ein Überblick und ein konkretes Projekt" in Psychological and pedagogical researches in Siberia" 2016 No. 1, Hrsg. Ministry of Education and Science of the Russian Federation, Omsk State Pedagogical University, Seite 78 ff, Omsk 2016

 

Auf dem Gebiet der Lehre finden seit Anfang 2015 gegenseitige Online-Vorlesungen zu Aspekten der Sozialpolitik sowie ausgewählten Feldern der Sozialen Arbeit (u.a. Kinder- und Jugend-, Alten-, Behindertenhilfe) statt. Die Online-Vorlesungen sind auf Seiten der HAWK, Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit, eingebettet in den Master-Studiengang „Soziale Arbeit im internationalen und interkulturellen Kontext“ und innerhalb dessen wiederum in die Module „Rechtliche und politische Entwicklungen in Europa“ sowie „Menschenrechte, soziale Rechte und Soziale Arbeit“. Ziel der Online-Vorlesungen ist es, den Studierenden einen Eindruck der sozialpolitischen Entwicklungen sowie der konkreten Ausbildungs- und Rahmenbedingungen Sozialer Arbeit in der Russischen Föderation einerseits und der Bundesrepublik Deutschland andererseits zu vermitteln. Die Kooperation trägt dazu bei, auf den Feldern der Sozialpolitik sowie der Sozialen Arbeit ein gegenseitiges Verständnis für die jeweiligen Rahmenbedingungen, Herausforderungen, Chancen und aktuellen Problematiken zu entwickeln und zu vertiefen. Das gewählte Format der Echtzeit-Online-Vorlesungen ermöglicht es den Studierenden, nicht nur den Ausführungen der Dozierenden zu folgen, sondern auch mit diesen in einen Austausch zu treten, was nicht nur ein belebendes Element ist, sondern auch individuelle Schwerpunktsetzungen ermöglicht.

Aus den Rückmeldungen der Studierenden der o.g. Seminare geht hervor, dass der Einblick in die historischen Entwicklungen sowie die aktuelle Situation der Russischen Föderation in den Bereichen Sozialpolitik und Soziale Arbeit als sehr kenntnis- und damit kompetenzerweiternd erlebt wird. Die Hochschulen werden diese Zusammenarbeit in diesem Jahr fortsetzen und planen eine Intensivierung der Kooperation.


Ansprechpartner:

Herr Prof. Dr. Oliver Kestel

Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst

Hildesheim/Holzminden/Göttingen

Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit

Telefon: +49-5121-881-490

E-Mail: oliver.kestel(at)hawk.de

 

Frau Prof. Dr. Irina Mavrina

Staatliche Pädagogische Hochschule Omsk

Telefon:+007-951-405-12-20

E-Mail: irinamavr(at)mail.ru

 

Herr Prof. Dr. Andrey Asriev

Staatliche Pädagogische Hochschule

Telefon:+007-3812-23-27-04

E-Mail: Asriev_okk(at)mail.ru