„Bildungsarbeit – international und inklusiv“

In dem Themenkomplex `Minderheiten, Erziehung und Inklusion´ wird seit 2015 länderübergreifender fachpädagogischer Austausch zwischen der Deutschen Nationalregion Asowo mit dem Dorf Blumenfeld, Schule und Kindergärte, sowie mit dem Institut für ethnokulturelle Bildung und der Adelby 1 gGmbH aus Flensburg praktiziert.  Als Grundlage wurden dabei acht Hospitationen, teilweise mehrwöchig, in beiden Ländern absolviert. Die Quintessenzen aus diesen Hospitationen wurden in ein pädagogisches Austauschprogramm transferiert. Hieraus hat sich als Teilprojekt unter anderem ein pädagogisches Fortbildungsprogramm zur Implementierung (deutscher) Methoden an dem Institut für ethnokulturelle Bildung entwickelt. Sprache, Inklusion und Bildung nachhaltiger Entwicklung waren dabei wichtige Bereiche. 

In drei Jahren waren so zahlreiche Personen in einen multiplikatorischen Effekt eingebunden, welcher zu einer stetigen Ausweitung der ursprünglichen Projektidee eines fachpädagogischen Praxisaustausches führte. Zusätzlich wurden, aufgrund der sich verstetigenden Beziehungen, in beiden Ländern mehrfach Konferenzen zu Sprache, Inklusion und kommunalen Steuerungsmethoden durchgeführt.  Ohne kommunale und öffentliche Strukturen verstand es diese volksdiplomatische Beziehung, auch die kommunalen Strukturen teilweise in den Ausbau und die Verstetigung der Projektinhalte einzubeziehen.  Mit großer Aufmerksamkeit und positiver Grundhaltung wurden die Teilprojekte beidseitig gewürdigt. www.rusdeutsch.eu/Nachrichten/3363

Der Kern des Projektes ist der pädagogische Transfer zwischen zwei diversen Systemen. Dabei ist der Grundsatz gegenseitigen Lernens festgeschrieben. Die Projektentwicklung hat daher auch Elemente des lebenslangen Lernens hervorgehoben.  Die Kooperation ist eine wechselseitige Bereicherung, da es auch darum geht, Vorteile des russischen Systems in deutsche Strukturen einzubetten. Die Ausgangssituation und die Erfahrung der ersten drei Jahre haben das Thema Inklusion fokussiert. Neben dem Fachaustausch entwickelten sich aus der ersten Projektidee Erweiterungen, bis hin zur Fortbildungsmitgestaltung. 

Die NGO Adelby1 gGmbH hat bislang aus eigener Kraft – aufgrund der Überzeugung von einer nachhaltigen Wirkung – Mittel für dieses Projekt investiert. Die Unternehmensführung positioniert sich stark für das Projekt und eine weitere Förderung. Auf russischer Seite steht der besondere Einsatz einzelner Personen und die Förderung durch den IVDK im Vordergrund.  Aus einem kleinen Austausch hat sich in drei Jahren ein mehrschichtiges Projekt auf unterschiedlichen Ebenen verstetigt.  

Ansprechpartner:  
Herr Frost, Heiko
Email:  hfrost@adelby1.de