DRJUG e.V. fördert den Meinungs- und Gedankenaustausch junger Menschen

DRJUG e.V. wurde 2011 von Alumni des Deutsch-Russischen Jugendparlamentes gegründet. Seitdem organsiert der Verein bi- und trilaterale Projekte auf Jugendebene im Kontext der deutsch-russischen Beziehungen und wird dabei ausschließlich ehrenamtlich von jungen Menschen getragen. Somit ist es DRJUG gelungen, sich für alle an Russland und Deutschland interessierten zu öffnen und inzwischen über 120 Mitglieder zu zählen.

Für eine Woche führen wir junge Menschen (18 – 26 Jahre) zusammen, um den Meinungs- und Gedankenaustausch zwischen diesen zu fördern. Damit möchten wir einen eigenständigen Beitrag zu einem langfristig besseren Verständnis zwischen diesen Ländern auf allen Ebenen leisten.

DRJUG hat in der Vergangenheit in erster Linie deutsch-russische Jugendforen organisiert, die in der Regel abwechselnd in Deutschland und Russland stattfanden. Auf Grundlage dieser Erfahrungen wurde im Jahr 2017, unter dem Zeichen des Deutsch – Russischen Jahres der Städtepartnerschaften, das Jugendforum „Hauptstadtgespräche – Perspektiven der Jugend“ ins Leben gerufen. Die Hauptstadtgespräche sind Teil eines langfristigen Jugendprojekts, welches von DRJUG und seinen russischen Partnerorganisationen abwechselnd in Berlin und Moskau, sowie zukünftig auch in anderen Partnerstädten (z.B. Hamburg und St. Petersburg), durchgeführt werden. Die 30 Teilnehmer (je 15 aus jedem Land) suchen in dem Projekt nach einer gemeinsamen Basis für die Überwindung von Barrieren und entwickeln selbst Projekte zur Stärkung der Beziehungen.

Das Forum bietet den Teilnehmenden eine offene Plattform, um aus eigener Initiative weitere Bemühungen für den Austausch zwischen den Ländern zu unternehmen. Ziel ist es, durch ein stetig wachsende Anzahl an involvierter Jugendlichen, Ideen zu entwickeln und den Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, ihre Sorgen und Vorstellungen direkt an Vertreter aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zu adressieren. Dabei steht der direkte Dialog und das Bilden von Freundschaften und Brücken stets im Fokus. Das Projekt zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es von Jugendlichen für Jugendliche veranstaltet wird. Somit unterscheidet es sich von anderen Formaten im deutsch-russischen Kontext. Das Forum entfaltet somit in besonders hohem Maße eine integrative Wirkung, da die „Grenzen“ zwischen Organisatoren und Teilnehmern aufgebrochen werden und diese auf Augenhöhe kommunizieren können. Dadurch wird ein besonders offener Austausch von Meinungen und Perspektiven ermöglicht. Durch die einzelnen thematischen Programmtage wird eine breite Auseinandersetzung mit den Chancen und Problemen beider Länder ermöglicht und somit eine differenzierte Meinungsbildung sichergestellt.

Die jungen Organisatoren nehmen dabei eine wichtige Rolle ein, bei der Vermittlung eines der Hauptziele des Projektes. Sie zeigen, dass es auch mit kleinen Mitteln möglich ist, Projekte zu organisieren und somit seine Ideen umzusetzen. Diese Motivation wird an die Teilnehmer weitergegeben, die dazu angeregt werden, in ihren eigenen Heimatstädten Formate zu initiieren. Der Multiplikatoreneffekt des Projektes zeigt sich besonders in dieser Hinsicht. Durch das einwöchige gemeinsame Leben und Erleben, Lernen, Arbeiten und Diskutieren werden Freundschaften aufgebaut und ein nachhaltiges Netzwerk geschaffen. In Zeiten der anhaltenden und wachsenden gesamteuropäischen Spannungen ist fruchtbarer und nachhaltiger Dialog wichtiger denn je.

Durch den Austausch mit Experten, Politikern und Vertretern aus verschiedensten Organisationen und Institutionen wird der eigene Horizont erweitert und die Teilnehmer/innen erhalten einen weitreichenden und vielfältigen Input an neuen Informationen und Wissen. Durch das Arbeiten in Kleingruppen und dem anschließenden Austausch im Plenum, wird von den Teilnehmer/innen nicht nur Teamarbeit verlangt, sondern zwangsläufig auch mögliche Hemmungen abgelegt und dadurch ein offener Dialog ermöglicht. Durch die kontinuierliche Berichterstattung über das Projekt auf den Social Media Kanälen aller beteiligten Partnerorganisationen, als auch der Teilnehmer, wird das Projekt zusätzlich für eine breite Masse von Interessierten geöffnet. Durch das straffe Programm und das kontinuierliche Zusammenleben, welches bereits durch die gemischte Einteilung der Zimmer gefördert wird, wird zudem der kulturelle Austausch ständig gepflegt. Das Projekt fördert durch seine spezielle Gestaltung des Programmes nicht nur das Abbauen von Vorurteilen und Dialoghürden, sondern vor allem Freundschaften zwischen den Teilnehmern, Organisatoren und somit zwischen den Ländern, wodurch die Jugendlichen zu "Botschaftern des deutsch – russischen Zusammenlebens" werden. Den Jugendlichen wird mit dem Projekt eine Plattform für Mitbestimmung und Diskussionen gegeben, über ihre eigene, gemeinsame, Zukunft. Das Zusammentreffen der verschiedenen Kulturen und Hintergründe sowie die Organisationsform „von Jugendlichen für Jugendliche“ baut Partizipationshürden ab und fördert dadurch den interkulturellen Dialog und den Wertediskurs auf besonders effektive Weise.

 

Ansprechpartner:

DRJUG – Alumniverein des Deutsch – Russischen Jugendparlaments e.V.

Marija Ruzhitskaya

marija.ruzhitskaya@drjug.org