Jugendforum im Rahmen der 14. Deutsch-Russischen Städtepartnerkonferenz

Im Rahmen der 14. Deutsch-Russischen Städtepartnerkonferenz fand zum 1. Mal das Jugendforum vom 26.-30.06.2017 in Krasnodar statt. Dieses Programm war eine vom Auswärtigen Amt geförderte Initiative der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch und wurde vom Deutsch-Russisches Forum e.V. organisiert. Das Ziel des Jugendforums war es, den Jugendaustausch stärker in den Fokus der aktiven Städtepartnerschaften zu rücken. Die Teilnehmenden entwickelten in deutsch-russischen Städtepartnerteams unter Anleitung erfahrener Moderatoren und Referenten in einem 3-tägigen Workshop konkrete gemeinsame Projektvorhaben und legten einen Grundstein für deren erfolgreiche Umsetzung.

Es nahmen rund 100 junge Menschen aus 14 deutschen und russischen Partnerstädten am 1. Jugendforum einer Städtepartnerkonferenz teil. Die Jugendlichen lernten in verschiedenen Workshops zu Projektmanagement, Fundraising, Präsentationstechniken und Visualisierung wie sie ihre Projekte an den Start bringen können. Offiziell wurde das Programm des Jugendforums am 27.06. an der Staatlichen Technischen Kubanuniversität in Krasnodar eröffnet. Mit voller Tatendrang wurden aus vielen Themenbereichen erste Ideen konkretisiert, u.a. die Organisation von einem Musikfestival in Ettlingen, wo Musiker aus Gatschina im Sommer 2018 auftreten werden. Des Weiteren überlegten sich Berlin und Moskau ein Musikprojekt mit dem Namen "Musik verbindet", dabei handelt es sich um einen Wettbewerb für junge Musiker aus verschiedenen Musikverbänden in Berlin und Moskau. Die Städtepartnerschaft Dortmund und Rostow am Don entwickelte das Projekt "Koch-WM", ein Kochwettbewerb im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft. Karlsruhe und Krasnodar erarbeiteten eine Sportolympiade, ein Fotoprojekt sowie den Relaunch einer Webseite, die über den jeweilige Städtepartner informiert und Jugendbegegnungen dokumentiert. Pforzheim und Irkutsk erarbeitete ein Konzept zu einem Park der Freundschaft, der in beiden Städten die aktive Beziehungen symbolisieren soll. Duisburg und Perm überlegten sich ein Kulturfestival, dass insbesondere die deutschen und russischen Feiertage in den Fokus setzt. Köln und Wolgograd erarbeiten ein Filmprojekt, dass die Probleme der städtischen Infrastruktur dokumentiert aber auch Vorschläge für eine barrierefreie Bewegung in der Stadt zum Ausdruck bringen soll. Zarrentin und Murino entwickelten die Idee eines Kulturfestivals, das jugendlichen Austausch stärken soll.

Zudem hatte jedes Städteteam die Möglichkeit aus der jeweiligen Städtepartnerschaft in Kontakt mit Vertretern aus Stadtverwaltungen oder Partnerschaftsvereinen zu treten. Dieses Treffen diente insbesondere dem Austausch und der Ausweitung des Netzwerks. Einige Vertreter der Stadtverwaltungen haben auch ihre Unterstützung für Projekte zugesagt, wie z.B. für die Koch-WM des Städteteams Dortmund und Rostow-am-Don oder für die Gründung des Alumni-Vereins des Städteteams Emden und Archangelsk. 4 Städteteams des Jugendforums hatten die Möglichkeit am letzten Tag in der Plenarsitzung der 14. Städtepartnerkonferenz ihre Projekte vorzustellen. Essen und Nischni Nowgorod präsentierten ihr Projekt "Grünes Team der Partnerstädte" zur Stärkung des Umweltschutzes und der Ökologie. Die Gruppe Potsdam, Karlsruhe, Krasnodar und Rostov am Don stellten ihr Projekt zur Städteolympiade vor, das sich als Ziel vorgenommen hat den sportlichen Austausch zwischen den Städten zu stärken. Das Städteteam aus Emden und Archangelsk erläuterte ihr Konzept ihres Alumni-Fördervereins, dass über Austauschaktivitäten zwischen Jugendlichen der Städte Emden und Archangelsk informieren und aufrechterhalten möchte. Die Städte Karlsruhe und Krasnodar präsentierten ihr Fotoprojekt "From another angle".