Gemeinsame Konzerte der Musiker aus Moskau und Düsseldorf

Im Dezember 2017 geben die Musiker aus den Partnerstädten Düsseldorf und Moskau gemeinsame Konzerte in der Tonhalle Düsseldorf und in der Tchaikovsky Concert Hall in Moskau. Das Besondere dabei ist, dass die Düsseldorfer Symphoniker zusammen mit  Persimfans spielen, einem Orchester ohne Dirigenten.

„Persimfans“, so die russische Abkürzung für „Erstes Symphonisches Ensemble“ wurde 1922 in der Sowjetunion gegründet, als eine Gruppe von Künstlern auf die Idee kam, die Alleinherrschaft auch des Dirigenten im Orchester zu beenden.

2008 wurde die Initiative aus den Zwanzigerjahren von Peter Aidu und Grigorij Krotenkowiederbelebt. Den beiden Musikern  geht es heute nicht mehr um die politische Ideologie, sondernum das besondere musikalische Ergebnis, das herauskommt, wenn man nicht stur nach Taktstock spielt, sondern darauf angewiesen ist, den Kollegen genau zuzuhören. „Die Arbeit in diesem Ensemble verlangt von den Musikern, dass sie ständig wechseln zwischen führender und untergeordneter Rolle“, erklärt Aidu.

Optisch wie akustisch biete das Persimfans ein „neues Erlebnis“, schwärmt der Leiter des Moskauer Goethe-Instituts Rüdiger Bolz. Er war im Oktober bei den Proben dabei, als sich die russischen Musiker zusammen mit ihren Kollegen von den Düsseldorfer Symphonikern auf zwei gemeinsame Konzerte in Moskaus Partnerstadt vorbereiteten. Das Goethe-Institut unterstützte von Beginn an die Kooperation, deren Ergebnis im Dezember auch in Moskau zu hören sein wird.

Quelle:  http://mdz-moskau.eu/persimfans-orchester-ohne-dirigent/