„Schroffenstein“ – eine deutsch-russische Koproduktion

„Die Familie Schroffenstein“ – eine gelungene deutsch-russische Koproduktion zwischen dem Borchert-Theater Münster und dem Drama Theater Rjasan. Die Inszenierung hat im November 2017 beim internationalen Theaterfestival in Rjasan gleich mehrere Preise abgeräumt.

In Russland erregte die die erste künstlerische Zusammenarbeit der Partnerstädte Rjasan und Münster auch in der Presse großes Aufsehen. Neben dem Kultur-Staatsminister waren zahlreiche Journalisten und TV-Redakteure zur Premiere gekommen. Aus Münster begleiteten Mitglieder des Fördervereins die Reise, darunter Manfred Petermann. Der Vorsitzende des Trägervereins des Wolfgang Borchert Theaters, Prof. Dr. Lothar Hertle überbrachte den Künstlern beider Länder herzliche Grüße aus der Münsteraner Heimat und überreichte dem Intendanten des Drama Theaters Semen Gretchko einen Brief des Oberbürgermeisters Markus Lewe. Regisseurin Tanja Weidner stellte in einer kurzen Ansprache an das Publikum dar, dass Kleist mit der Geschichte über die zwei verfeindeten Familien betone, wie wichtig es sei, miteinander statt übereinander zu sprechen, um sich drohender Kriegsrethorik und Gewaltspiralen entgegen zu stellen. Das Publikum empfing das Ensemble mit offenen Herzen und bejubelte die zweisprachige Aufführung mit langanhaltenden Standing Ovations.

Die somit vierfach preisgekrönte Inszenierung von WBT-Chefdramaturgin Tanja Weidner wird im März 2018 auch in Belgrad, zur Eröffnung des Slavija-Festivals gezeigt. Weitere internationale Festivaleinladungen sind bereits avisiert. In Münster finden die nächsten Aufführungen am 23.- 24. Februar und 06.-08. April statt.

Qullen: www.wolfgang-borchert-theater.de/stuecke/die-familie-schroffenstein.html