Tanzgruppe aus Kraichgau in Pereslawl-Salesski

Die Deutsch-Russische Gesellscheft Kraichgau e.V. wurde im Jahr 1991 von der Schulgemeinschaft des Gymnasiums in Neckarbischofsheim gegründet mit dem Ziel, Not leidende Menschen zu unterstützen und die Völkerverständigung zu vertiefen. Ein Jahr später wurde zwischen Neckarbischofsheim und der russischen Stadt Pereslawl-Salesski ein Partnerschaftsvertrag unterzeichnet.

Seitdem stellte DRGK viele herausragende Projekte auf die Beine.

Vom 27.04.-01.05. 2018 führte sie in Pereslawl-Salesskij in Kooperation mit „Culture Crossover“ das deutschrussisches Tanzprojekt „Unsere Sprache ist der Tanz“ durch.  Ziel des Projektes war es, angesichts der politischen Spannungen zwischen Ost und West jungen Menschen zu ermöglichen, sich vorurteilsfrei zu begegnen und Traditionen, Bräuche und Sitten kennenzulernen und sich dabei eine eigene Meinung zur Situation im Land, zu Kultur und Menschen zu bilden, ohne Einfluss von Medien und Politik. Die Begegnung wurde durch ein Filmteam begleitet, das im Anschluss einen Videofilm erstellte. 

Die Tänzer der Tanzgruppe „Culture Crossover“ begaben sich im Mai 2018 auf eine Reise nach Russland, ließen sich auf die fremde Kultur ein und fanden viele neue Freunde.

In Pereslawl-Salesski, einer Stadt rund 160 Kilometer von Moskau entfernt, waren die Kraichgauer im wahrsten Sinne des Wortes zu Gast. "Wir wurden überall herzlich empfangen", erzählt Romy Müller aus Zaberfeld. Ohne Vorurteile begegneten sich Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, die Begeisterung sei auf beiden Seiten groß gewesen. Mit Interviews, Begegnungen, Videodreh, Fotoshooting und immer wieder Tanz war das Programm randvoll. Die Gruppe aus dem Kraichgau genoss das Abenteuer in vollen Zügen, saugte die fremde Kultur auf und erlebte fünf unvergessliche Tage. "Wir wollten gar nicht zurück", sagt Jessika Pjetri.

Die Gastgeber betonten immer wieder, wie wichtig es sei, die Botschaft des friedlichen Miteinanders weiterzutragen. "Viele haben uns gesagt, dass sie nichts gegen Deutsche haben", erzählt Katharina Martin, die den Ausflug initiiert hat. Anlass war die Feier anlässlich des 30-jährigen Bestehens der örtlichen Tanzschule, bei der die Gruppe aus dem Eppinger Jugendzentrum auftrat.

"Wir hatten Bammel, weil unser Stil komplett anders ist als der russische", gesteht Jessika Pjetri. Doch ihr Tanz, der von Hip Hop bis Rock "n" Roll verschiedene Elemente kombinierte und voller Symbolik steckte, war ein voller Erfolg. Finanziert wurde die Reise zu großen Teilen von der Deutsch-Russischen-Gesellschaft Kraichgau. "Wenn man will, ist vieles möglich", sagt die Vorsitzende Dorothea Volkert. Sie habe das Projekt gerne mit zweckungebundenen Spendengeldern unterstützt, nachdem kaum jemand den Jugendlichen helfen wollte. Die Reise sei wichtig gewesen, ein Zeichen des Friedens, nach dem sich nicht nur Menschen in Russland sehnen, sagt Dorothea Volkert.

Quellen:  Deutsch-Russische-Gesellschaft Kraichgau
Artikel von Tanja Ochs. Ersterscheinung in der Stimme.de vom 18.05.18
www.stimme.de/kraichgau/nachrichten/artikel/Tanzend-durch-Russland;art140019,4029637