Ärzte aus Mytischtschi halten Videokonferenz mit Ärzten aus Düren ab

Am Vorabend des Tags der medizinischen Fachkräfte, der in Russland am 21. Juni gefeiert wurde, fand im Städtischen Klinikum Mytischtschi eine Videokonferenz mit Ärzten aus Deutschland statt.

Der Kreis Düren ist eine Partnerstadt von Mytischtschi. Freundschaftliche Beziehungen zwischen medizinischen Fachkräften bestehen bereits seit über 4 Jahren. In der Regel werden Austauschveranstaltungen ganzjährig organisiert. Im Dezember 2019 besuchten erneut Ärzte aus Mytischitschi Düren. Seitdem hat sich das Leben durch die Pandemie erheblich verändert. Daher war die Coronavirus-Infektion das Hauptthema während der Konferenz.

Von russischer Seite nahmen an dem Treffen teil: Andrej Tretjakow, Chefarzt des Moskauer Staatlichen Klinischen Krankenhauses, Tatjana Korolewa, stellvertretende Chefärztin für medizinische Angelegenheiten und Wladimir Chvorow, Leiter der urologischen Abteilung des Moskauer Staatlichen Klinischen Krankenhauses. Auf deutscher Seite - Leiter der Abteilung Gastroenterologie des Spitals, P. Durand Serhat Aimaz, der Infektiologe Bernhard Haiding und der Urologe, Kinderurologe und urologische Onkologe Alexander Diveyev im Krankenhaus Düren.

Zu Beginn der Videokonferenz begrüßte Andrej Divejew seine deutschen Kollegen und bedankte sich für den herzlichen Empfang, der den Ärzten in Mytischtschi bereitet wurde.

Die ersten Patienten mit einer Coronavirus-Infektion wurden ab 18. März in das Krankenhaus von Mytischtschi aufgenommen. Es wurde zur größten medizinischen Einrichtung im Moskauer Gebiet, die Patienten mit schwerstem Verlauf aufnahm. Der Höhepunkt trat am 3. Mai ein, als mehr als 100 Patienten pro Tag aufgenommen wurden. Heute befinden sich im Krankenhaus etwa 40 Patienten in Intensivbehandlung und 21 Patienten, die an ein Beatmungsgerät angeschlossen sind. Insgesamt gibt es momentan 469 Coronavirus-Patienten.

Tatjana Koroljowa berichtete deutschen Ärzten über die Etappen der Neuprofilierung des Klinischen Krankenhauses der Stadt Mytischtschi  für die Arbeit mit Coronavirus-Patienten, die einen schweren Krankheitsverlauf haben.

Dmitry Khvorov behandelt auch Coronavirus-Patienten. Heute gibt es in der von ihm geleiteten Abteilung 22 Patienten mit einer Coronavirus-Infektion.

Die Ärzte aus Düren wiederum stellten fest, dass sie eine viel geringere Anzahl von Patienten mit Coronavirus-Infektion haben. Im Kreis Düren leben 300.000 Menschen, von denen 600 auf COVID-19 positiv getestet wurden und nur 35 im Krankenhaus behandelt wurden. Alle anderen wurden zu Hause behandelt. Gleichzeitig war das Krankenhaus auf mehr Patienten vorbereitet gewesen. Mittlerweile haben die Ärzte wieder ihren normalen Tagesablauf.

Die Ärzte aus Mytischtschi und Düren tauschten sich auch über die Tests von medizinischem Personal auf Coronavirusinfektion, die Besonderheiten bei der Arbeit mit schwergewichtigen Patienten, Behandlungsschemata, Medikamente sowie die Arbeit in persönlicher Schutzausrüstung aus.

"Unsere deutschen Kollegen waren bereits viele Male im Krankenhaus von Mytischtschi, und viele unserer Ärzte waren ebenso in Deutschland. Es gibt viel zu besprechen. Die Erfahrungen, die unser Krankenhaus bei der Arbeit mit Coronavirus-Patienten gemacht hat sind für unsere deutschen Kollegen informativ und interessant. Und wir wiederum haben sie. Wir waren beeindruckt von der fachlichen Kompetenz, vom Dürener Krankenhaus, das wir besuchten. Wir haben eine Menge neues Wissen erworben und hoffen auf eine zukünftige Zusammenarbeit". Andriy Tretjakow wies auch darauf hin, dass freundschaftliche Beziehungen zwischen den Mytischtschi-Ärzten und Kollegen aus den Niederlanden entstanden sind und in naher Zukunft eine solche Online-Kommunikation mit Ärzten aus der Partnerstadt Angarsk stattfinden wird.


© Text und Fotos: Elena Arkhipova, Stadtverwaltung Mytischtschi