Kurzbericht VI. Pensa-Flensburg-Kongress

Der 6. Pensa-Flensburg-Kongress fand vom 23.-28. September turnusgemäß wieder in Flensburg statt. Eine hochkarätige, elfköpfige russische Delegation der Staatlichen Universität Pensa war in der Europa-Universität, im Diakonissenkrankenhaus und im Flensburger Rathaus zu Gast. Sie bestand aus dem Vizepräsidenten für Internationales, den Direktoren des Pädagogischen Instituts, des Medizinischen Instituts, des Technischen Instituts und dem Lehrkörper für Mathematik, Electrical Ingineeering, Computer-Ingineering, IT und des Sprachinstituts. Das reichhaltige Programm erlaubte den wissenschaftlichen Austausch zwischen dem Lehrkörper beider Universitäten in zahlreichen Konferenzen. Zu den Themen gehörten: Erneuerbare Energie, eHealth, Mathematische Computer-Modellierung, Studentenaustausch in Germanistik und Anglistik,  Erasmus-Programme, Medizin und Praktika von russischen Studenten in der DIAKO.

Im medizinischen Bereich fand ein Symposium in der DIAKO, das der Vorstellung des Neurozentrums zum Schwerpunkt hatte. Die Kliniken Neurochirurgie, Neurologie, Anästhesiologie und Intensivmedizin und Radiologie präsentierten dabei ihr Leistungsspektrum und die neuen Entwicklungen. Aus der UniversitätPensa wurde über aktuelle wissenschaftliche Studien zum mobile Herzmonitoring berichtet. Die guten Ergebnisse der Praktika-Evaluation von russischen Medizinstudenten wurden präsentiert, sodass an ihrer weiteren Durchführung festgehalten wird. Die Diskussion war auf Kooperationsziele orientiert. Dazu wurden neue Ideen zur weiteren Aufarbeitung gesammelt.

Die während des letzten Kongresses im letzten Jahr entstandene Idee einer möglichen Deutsch-russischen Klinik in Pensa wurde aufgegriffen und weiter entwickelt. Klinik- und Kooperationsmodelle sowie ein Aktionsplan wurden dabei vorgeschlagen. Vereinbart wurde zunächst die Bildung einer fünfköpfigen Think-Tank-Gruppe aus der DIAKO und Pensa, um die Machbarkeit dieses Projektes zu untersuchen.

Darüber hinaus fand am 26. September ein Internationales Symposium im Rathaus mit dem Titel  "Geteilte Erinnerungen nach dem Nationalsozialismus. Russische und Deutsche Perspektiven auf Gewalt und Wahnsinn in Sprache und Literatur" statt. die Beiträge wurden lebhaft diskutiert. Eine begleitende Dokumentausstellung zum Thema wurde von der Psychiatrischen Klinik der DIAKO ausgerichtet.

Allen Teilnehmern an diesem Kongress sei für ihre weiterführenden Vortrags- und Diskussionsbeiträge gedankt. Der nächste Kongress wird im September 2019 in Pensa stattfinden.

 

Text: Abderrahman Machraoui