Michendorf - Novoje Devjatkino: mit Leben gefüllte Partnerschaft

Seit 2013 pflegt die Gemeinde Michendorf eine enge partnerschaftliche Beziehung mit der russischen Kommune Novoje Devjatkino, mit dem Ziel, sich kulturell und administrativ auszutauschen. Sinn und Zweck von Städtepartnerschaften ist das freiwillige Zusammenfinden von Menschen über Grenzen hinweg“ erläutert Bürgermeister Reinhard Mirbach und ergänzt „Wir haben mit Novoje Devjatkino eine Partnerschaft gefunden, mit der wir viele Gemeinsamkeiten haben. So liegt die russische Gemeinde im Speckgürtel von St. Petersburg, so wie wir im Speckgürtel Berlins. Wir können aktuell verfolgen, wie bei stetigem Zuwachs der Einwohner, auch die Infrastruktur wachsen muss.

Ende Juni 2017 reiste Reinhard Mirbach mit einer kleinen Delegation zur  XIV. Deutsch-Russischen  Städtepartnerschaftskonferenz nach Krasnodar, wo er auch auf seinen Amtskollegen aus Novoje Devjatkino traf.  Ziel der Konferenz war es, die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen den Kommunen beider Länder auszubauen und den Blick nach vorne für „Frieden und Dialog“ zu wahren.

 

Im Rahmen der Konferenz fand erstmals ein Jugendforum in Krasnodar statt. Über 100 junge Menschen aus russischen und deutschen Städtepartnerschaften entwickelten gemeinsam Ideen für die Jugendarbeit im Rahmen des kommunalen Austausches. Im Hinblick auf die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland lag ein besonderer Fokus auf dem Sport, als Chance für den Bürgerdialog. So wurde im Rahmen der Konferenz das Fußballturnier „Straßenfußball für Toleranz“ organisiert, zu dem auch Außenminister Siegmar Gabriel kam und mit den jungen Leuten das offene Gespräch suchte. Er informierte sich speziell bei den Teilnehmern aus Michendorf und ihrer Partnerstadt Novoje Devjatkino über den bisherigen Austausch und die gesammelten Erfahrungen.

Das Team der SG Michendorf e.V. belegte von insgesamt 12 deutschen und russischen Mannschaften den 4. Platz. Der Vorsitzende des Deutsch-Russischen Forums, Matthias Platzeck, überreichte Ihnen die Teilnahmemedaille.

Bürgermeister Reinhard Mirbach lobte den Einsatz der fünf mitgereisten Michendorfer Teilnehmer des Jugendforums: „Wenn man erlebt, wie sich die jungen Menschen hier gegenseitig begegnen, muss man sich um die Zukunft der Nationen keine Sorgen machen, denn die Zukunft gehört der Jugend.“ Ähnlich eingeschätzt endete das Jugendforum auch mit einer Auswertungsgrafik unter dem Slogan: Wir haben nicht nur eine Brücke, sondern eine Schnellstraße der Begegnungen gebaut.

Unser langfristiger Wunsch ist es Menschen aus allen Altersgruppen und Ebenen in die zukünftige Städtepartnerschaft einzubinden und die Beziehungen mit Leben zu füllen. Ein Austausch im Kitabereich erfolgte bereits. In diesem Jahr stand der Sport im Fokus und so hat uns Jens Dreyer, Vorsitzender des Allgemeinen Sportvereins e.V. Michendorf, beim Besuch in Russland begleitet und erste Kontakte geknüpft.“ berichtet Mirbach.

Sein Wunsch wäre es, „dass sich Vereinsmitglieder, Politiker, Mitarbeiter, Firmen, Musiker, Sportler und Künstler begegnen, austauschen und sich gegenseitig mit jeweiliger Kultur kennen und voneinander lernen.“ Für kommendes Jahr ist eine Doppelausstellung unter der Leitung von Matthias Jurke vom Wildenbrucher Kunst- und Kulturverein „atelier of art“ geplant, in der Schüler aus beiden Kommunen mit ihren Werken die Hauptrollen spielen werden.

Quelle: Text und Bilder Gemeinde Michendorf. Pressemitteilung vom Oktober 2017