25-jährige Partnerschaft Hemer mit Schelkowo

Mit einem Festakt hat die Stadt Hemer die 25-jährige Freundschaft mit Schelkowo gefeiert. Auf welch festem Fundament die deutsch-russische Städtepartnerschaft steht, haben die vielen gegenseitigen Besuche in einem Vierteljahrhundert unter Beweis gestellt. Ganz offiziell wurde die Bedeutung des Austausches mit Schelkowo am Freitag beim offiziellen Festakt zum 25-jährigen Bestehen der Partnerschaft gewürdigt. Im Rathaus kamen eine insgesamt 16-köpfige Delegation aus der russischen Partnerstadt, Hemeraner Ratsvertreter, Gastfamilien und Vertreter des Schelkowo-Vereins zum Jubiläumsauftakt zusammen.

Herbsttage-Besuch hat eine lange Tradition

Der Besuch anlässlich der Herbsttage hat schon Tradition. Diesmal sind sieben offizielle Vertreter der Stadt, sechs Chormitglieder, zwei Künstler und eine Fernsehjournalistin bis Mittwoch in der Felsenmeerstadt zu Gast. „Die Städtepartnerschaft ist mehr als eine Freundschaft, ist eine Familie, die sich in 25 Jahren entwickelt hat“, betonte Bürgermeister Michael Heilmann. Er sei beeindruckt von der Gastfreundschaft und Herzlichkeit der Schelkowiter und von der Entwicklung der Stadt. „Die Partnerschaft lebt von der Begegnung unter den Menschen“, sagte Heilmann und dankte zahlreichen engagierten Bürgern und dem Schelkowo-Verein sowie namentlich den bereits verstorbenen Bürgermeistern Klaus Burda, Doris Ebbing und dem Partnerschaftsbeauftragten Gerhard Engel.

„Die Beziehungen haben eine wunderbare Vergangenheit, eine gute Gegenwart und eine wunderbare Zukunft“, sagte Nadezda Surovtseva als Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung. Unter den 100 russischen Städtepartnerschaften leisteten Hemer und Schelkowo einen großen Beitrag zur Festigung der deutsch-russischen Freundschaft. An die ersten Kontakte durch die Eisenhütte, das Engagement unter anderem von Klaus Burda und die weitere Entwicklung erinnerte die Partnerschaftsbeauftragte Christel Wipper. „Die Verbundenheit ist mittlerweile so kräftig, wie die Bäume, die damals gepflanzt wurden“, sagte sie und verwies auch auf zwei Ehen, die geschlossen worden seien. In das goldene Buch der Stadt trug sich neben Nadezda Surovteva auch der Attaché des Generalkonsuls, Ilja Ageew, ein. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt durch das Bläserensemble „WoestBlech“ des Gymnasiums.

Freundschaften zwischen Agape und Annas Chor

Bereits am Vorabend hatte der Deilinghofer CVJM-Chor Agape unter der Leitung von Karin Heß-Wendel im Martin-Luther-Haus eine Delegation aus Annas Chor begrüßt. Pastor Dr. Groth hatte vor 25 Jahren den Kontakt zwischen beiden Chören vermittelt. Diese Freundschaft ist ein gutes Beispiel für die engen Bande, die sich zwischen Familien entwickelt haben. Beim ersten Besuch vor 25 Jahren war Anna als Chorleiterin gerade einmal 14 Jahre jung, jetzt brachte sie ihre beiden Töchter mit nach Deilinghofen. Auch als nur sechsköpfige Abordnung präsentierte sich der Chor aus Schelkowo stimmgewaltig. Mittlerweile kennen die Chöre Lieder in beiden Sprachen. Das Lied „Gott ist der Grund unserer Freude“ ist zu einem Motto der Begegnung geworden.

„Musik ist eine wundervolle Möglichkeit, Menschen zueinander zu bringen“, betonte Pfarrer Manuel Janz bei der Begrüßung. Die Sprache der Musik sei Kultur- und Länder übergreifend. Der Glaube sei ein weiteres verbindendes Element. „Wenn Gott es segnet, kann es niemand zerstören“, verwies auch Pastor Dimitri Medvedev auf den Glauben als Basis.

Am Wochenende besuchen beide Chöre die Herbsttage. Am Montag ist die Gemeinde zu einer kleinen Abendmusik um 19 Uhr in die Stephanuskirche eingeladen, bei der Agape und Annas Chor zu hören sein werden. Am Dienstag steht die Burg Altena auf dem Programm, bevor es am Mittwoch wieder zurück nach Schelkowo geht.

Quelle: Artikel und Bilder vom Ralf Engel.  Ersterscheinung bei IKZ-online.de vom 30.09.2017