25 Jahre Städtepartnerschaft Stuttgart - Samara

2017 blickt die jüngste der Stuttgarter Städtepartnerschaften auf 25 erfolgreiche Jahre zurück. Seitens der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch als einer der „Leuchttürme“ der deutsch-russischen Städtepartnerschaften bezeichnet, engagieren sich in ihr unter anderem Kulturschaffende, Lehrkräfte an Universitäten und Schulen, Sportbegeisterte und Jugendorganisationen. Auch die engen kirchlichen Beziehungen waren von Beginn an prägend. Von Verwaltungsseite standen neben der Ermöglichung und Unterstützung zivilgesellschaftlicher Begegnungen und Projekte auch immer der gegenseitige Know-how-Transfer und Beratung im Vordergrund.

Am 29. Juni 1992 wurde die Partnerschaftsvereinbarung von den damaligen Oberbürgermeistern Oleg Sysujew und Manfred Rommel in Stuttgart unterzeichnet. Die Repräsentanten Stuttgarts und Samaras verpflichteten sich damit „… im Rahmen ihrer Partnerschaft gemeinsam der Völkerverständigung und dem Frieden zu dienen und Voraussetzungen dafür zu schaffen, das gegenseitige Kennenlernen und den Austausch von Informationen und Meinungen zwischen den Menschen zu fördern“. Dieser Ansatz ist in heutigen Zeiten außenpolitischer Spannungen und weltpolitischer Unsicherheiten wichtiger denn je: Wenn die Menschen sich kennen und die Möglichkeit haben, Kultur und Tradition des jeweils anderen verstehen zu lernen, haben populistische Vorurteile und Fremdenfeindlichkeit keinen Platz.

Die städtepartnerschaftliche Zusammenarbeit war von Beginn an thematisch breit aufgestellt und wurde von beiden Seiten mit großem Interesse und Enthusiasmus gestaltet und gelebt. Dadurch entstand eine gemeinsame Basis auf kirchlicher und schulischer Ebene, von medizinischen und wissenschaftlichen Einrichtungen, von Kulturschaffenden sowie zwischen den Verwaltungen. Die jahrelangen Aktivitäten der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft für den Jugendaustausch zwischen beiden Städten intensivierten sich Ende der 1990er-Jahre. Seit 2007 sind Sportkreisjugend und verschiedene Sportvereine aktiv und regelmäßig mit Partnern in Samara im Austausch und damit eine feste Größe der Städtepartnerschaft.

Weitere Gemeinschaftsprojekte verbinden die Themen Jugend, Sport, Kultur und Wissenschaft sowie vielfältige interkulturelle Angebote. Ein Beispiel: das zweijährige, trilaterale Projekt des Leibniz-Gymnasiums zum Thema „100 Jahre Erster Weltkrieg: von der Begeisterung zur Katastrophe – Wo stehen wir heute?“ mit den Partnerschulen in Samara (Gymnasium Nr. 4) und Straßburg (Lycée Louis Pasteur). 2013 und 2014 waren Schüler und Schülerinnen aller Partnerschulen abwechselnd in Samara, Stuttgart und Straßburg zu Gast, besuchten Workshops, erarbeiteten Präsentationen und trafen sich zu gemeinsamen Unternehmungen.

2017 feiert die Städtepartnerschaft Stuttgart - Samara nun einen „Jubiläumssommer“, der die Vielfältigkeit und Kreativität beispielhaft zum Ausdruck bringt: Über 40 Veranstaltungen und Begegnungen in Samara und Stuttgart, vom Schul-, Jugend-, - und Sportaustausch, Kooperationen der Hochschulen über russische Filmwochen, Vorträge und Theaterprojekte bis hin zur stuttgartnacht am 14. Oktober wird viel geboten.

Quelle: Broschüre 25 Jahre der Städtepartnerschaft Stuttgart - Samara. Fritz Kuhn, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart, Dr. Frédéric Stephan

Mehr dazu finden Sie unter: www.stuttgart.de/jubilaeum-stuttgart-samara