Die Bilanz der Partnerschaft Neuss-Gera-Pskow aus dem Jahr 2017

Im Sommer 2017 fand ein wichtiges internationales Treffen - die XIV. Deutsch-Russische Städtepartnerkonferenz statt. Die Teilnehmer diskutierten über die Entwicklung der Städtepartnerschaften in Europa. Dabei wurde betont, wie wichtig es ist, die partnerschaftlichen Beziehungen in all ihren Bereichen zu unterstützen und weiter zu entwickeln. Da der Bürgermeister der Stadt Pskow, Iwan Zezerski, großen Wert auf die Entwicklung der partnerschaftlichen Beziehungen legt, hat Pskow mittlerweile 17 Partnerstädte in 13 Ländern. Besonders aktiv und lebendig sind dabei die Partnerschaften mit deutschen Städten Neuss und Gera.

Die Partnerschaft zwischen Pskow und Neuss wurde auf der Konferenz als Beispiel für das erfolgreiche Zusammenwirken der Städte aufgeführt. So fanden zum Beispiel 2017 traditionell wieder Schüleraustausche statt. Erfolgreich verlief auch das Praktikum zweier Studentinen der Universität Pskow in einer Nuesser Schule. Darüber hinaus beteiligte sich die Kinder Handballmannschaft aus Pskow an einem Wettbewerb in Neuss und das neusser Hockeyteam, „Neusser Löwen“, nahm eine Woche lang an Wettbewerben und Trainings in dem Psowsker Eispalast teil.

Zum siebten Mal konnten drei Pskower, dank der Unterstützung der Städtepartnerschaft zwischen Neuss und Pskow, an Kursen des Gustav-Stresemann-Instituts in Bonn teilnehmen. Ärzte des Pskower Kinderkrankenhauses konnten außerdem ihre Erfahrungen mit den Kollegen des Neusser Krankenhauses teilen.

2017 wurde ein weiteres gemeinsames Projekt ins Leben gerufen. „Boccia“ ist ein inklusives Projekt zwischen den Städten Neuss, Nijmegen (die Niederlande) und Pskow. Ziel des Projekts ist, die Teilhabe und die soziale Inklusion von Menschen mit Behinderung im und durch den Sport zu fördern. Darüber haben wir auf unserem Portal bereits berichtet. Lesen Sie mehr unter  http://www.russlandpartner.de/themenfelder/soziales-gesundheit/projekt-boccia/

Während des gesamten vergangenen Jahres arbeiteten russische und deutsche Fotografen aus Neuss an dem Projekt „Hansa. Traditionen und Gegenwart“. Die ersten Ergebnisse wurden Anfang 2018 in Pskow vorgestellt. Dieses gemeinsame Projekt der Partnerstädte wird die Grundlage eines größeren Projekts, unter Beteiligung aller Hansestädte, anlässlich den 39. internationalen Hansetagen bilden. Diese werden vom 27. bis zum 30. Juni 2019 in Pskow stattfinden.

Zudem wurde 2017 ein soziales Projekt in Pskow umgesetzt. Unterstützt von der Stadt Neuss wurden in Pskow zwei Rampen für Behinderte gebaut. Darüber hinaus erhielt das Kinderkrankenhaus in Pskow medizinische Ausrüstung und zehn Kindergärten wurde spezielles Spielzeug zur Verfügung gestellt, welches zur Entwicklung der Feinmotorik der Hände und logischem Denken beiträgt.

2017 war das letzte Jahr des Projekts „Help for Life“, welches vom russischen und deutschen Roten Kreuzes der Städtepartner Gera und Pskow umgesetzt wurde. Ziel dieses Projekts war es die letzten 30 ehemaligen, in Pskow lebenden Opfer des Nazionalsozialismus medizinisch und sozial zu unterstützen. Im Juni 2017 besuchte die Delegation der Pskower Regionalabteilung des Russischen Roten Kreuzes die Partnerstadt Gera, um an dem Projekt „Treffen ehemaliger Häftlinge der Konzentrationslager mit deutschen Jugendlichen“ teilzunehmen.