Dresden beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg

Vom 24. bis zum 26. Mai 2018  fand das Internationale Wirtschaftsforum in St. Petersburg statt. Seit dem Jahr 1997 versammeln sich jährlich über 10.000 Besucher aus der ganzen Welt, darunter führende Unternehmer, globale Experten, Staats- und Regierungschefs im „Venedig des Nordens“. Hauptthema war dieses Mal "Die Errichtung einer Vertrauenswirtschaft". Man versuchte durch einen Dialog Widersprüche zu lösen, die das potentielle wirtschaftliche Wachstum bremsen.
 

Eine große Rolle spielte im Rahmen der Veranstaltung deutsche Partnerstadt von St- Petersburg - Dresden. Die beiden Kulturstädte verbindet bereits seit 1961 eine enge partnerschaftliche Beziehung. So reiste am 24. Mai, unter Leitung des Oberbürgermeisters Dirk Hilbert, eine Delegation bestehend aus Stadträten aller Fraktionen, Verwaltungsfachleuten sowie Vertretern aus Wirtschaft, Kultur und Tourismus nach Russland. Jedoch war nicht nur das Wirtschaftsforum Anlass ihrer Reise. Man wollte sich ebenfalls ausführlich über die neue Direktflugverbindung zwischen St. Petersburg und Dresden austauschen. Die  Delegation selbst nutzte für die Reise die neue Fluglinie, die seit Ende April 2018 zwei Mal wöchentlich Reisende schnell und komfortabel ans Ziel bringt.

„Russland gehört zu den volumen- und mittlerweile auch wieder wachstumsstärksten touristischen Auslandsmärkten von Dresden Elbland.“ - sagte Kai Schulz, Geschäftsführer der DMG. Dem entsprechend steht die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen den Tourismuszentralen beider Städte auf dem Programm der Dresdener Delegation.
 

Des Weiteren feierte St. Petersburg das 315jährige Jubiläum der Stadtgründung, wobei auch die Sächsische Staatskapelle Dresden ein Konzert gab, dass zahlreich besucht wurde, einschließlich von den deutschen Gästen. Bei dem Zusammentreffen des Dresdner Oberbürgermeisters Hilbert mit Gouverneur Potawtschenko wurde eine Absichtserklärung über die Zusammenarbeit beider Partnerstädte in den kommenden Jahren unterzeichnet. Dies bezüglich fanden u. a. Gespräche mit mehreren Komitees der Stadtregierung St. Petersburg, den St. Petersburger Stadtwerken, der Eremitage, dem Deutschen Generalkonsulat und der Deutschen Auslandshandelskammer statt.

Bei der Eröffnung des Internationalen Wirtschaftsforums wies der französische Präsident Macron historisch kundig darauf hin, dass Zar Peter der Große zu seiner Zeit St. Petersburg als Russlands „Fenster zu Europa“ gesehen hat. Nun soll dieses „Fenster“ auch Dresdens Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2025 dienen, um in diesem Zusammenhang mehr europäisches Licht leuchten zu lassen. Und zwar in alle Richtungen, denn Oberbürgermeister Dirk Hilbert will sämtliche Partnerstädte in dieses Vorhaben mit einbeziehen:
„Wir wollen St. Petersburg ebenso wie Coventry und andere Partnerstädte in unsere Kulturhauptstadt-Bewerbung einbinden. Dresden im Herzen Europas und als Drehscheibe zwischen Ost und West – darin liegt unsere Stärke nach wie vor und auf allen Gebieten“, betonte Hilbert vor der Abreise.

Text:  Maria Hoffmann

Quellen:    http://www.dnn.de/Dresden/Lokales/Fenster-zu-Europa-Saechsische-Staatskapelle-begeistert-das-Publikum-in-Partnerstadt-St.-Petersburg
https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2018/05/pm_076.php
https://deutsch.rt.com/newsticker/66491-daten-fur-22-internationalen-wirtschaftsforum/