Die neuesten Meldungen aus Rostow am Don

Im Januar 1978 wurden die partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Dortmund und Rostow am Don, dem Tor zum Kaukasus, offiziell begründet. 2018 wird diese damals von Willi Brandt und Leonid Breschnew gemeinsam initiierte deutsch-russische Partnerschaft also 40 Jahre alt.
2018 wird Rostow am Don ein Austragungsort  der Fußball-Weltmeisterschaft  in Russland sein.  Die „Don-Hauptstadt“ steht mit der WM vor ähnlichen Herausforderungen wie Dortmund vor dem „Sommermärchen“ 2006. Die Betreuung der WM-Touristen, der Bau neuer Hotels, der Ausbau der Verkehrssysteme, die Verkehrslenkung, der Einsatz der Volunteers, die FIFA-Fan-Feste, und, und, und. All das wird derzeit geplant und in wichtigen Teilbereichen bereits umgesetzt.

 

Die WM in Rostow wird mit Unterstützung der Partnerstadt Dortmund vorbereitet. Gerd Kolbe, 2006 WM-Beauftragter der Stadt Dortmund, war mehrfach in Rostow vor Ort, um mit dem dortigen WM-Büro Fragen der Volunteer-Ausbildung, der Sicherheit, der Organisation des Fan-Festes sowie der Touristenbetreuung einschließlich der Übernachtungsmöglichkeiten zu erörtern. Kolbe: „Rostow ist auf einem sehr guten Weg. Man hat sich akribisch vorbereitet und die WM-Planungen bereits weitgehend umgesetzt. In vielen Punkten ist man weiter, als es Dortmund zum vergleichbaren Zeitpunkt vor der WM 2006 war. Die letzten sechs Monate vor Beginn des Turniers sind dem organisatorischen Feinschliff vorbehalten!“

Fünf WM-Spiele werden in der Metropole am „stillen Don“ stattfinden. Am 17. Juni, dem ersten Spieltag in Rostow, gibt es gleich einen echten Kracher: Brasilien mit seinem Superstar Neymar spielt gegen die Schweiz. Diese beiden Teams waren 2006 auch gern gesehene Gäste beim Sommermärchen in Dortmund. Die Brasilianer prägten damals ein äußerst buntes und attraktives Stadtbild, die gut 20.000 Schweizer standen ihnen kurze Zeit später allerdings kaum nach.
Am 20. Juni spielt der dreimalige Weltmeister Uruguay gegen Saudi Arabien in Rostow und am 26. Juni Süd-Korea gegen Mexico. Alle vier Teams werden traditionell von einer großen Anhängerschar begleitet.Das vierte Match am 26. Juni beschert Rostow neben den „Brasis“ ein weiteres Glückslos: Island, seit der letzten Europameisterschaft der erklärte Liebling unseres gesamten Fußball-Kontinents, trifft auf die unangenehm athletischen und spielstarken Kroaten.
Die Favoriten für das Achtelfinale am 2. Juli dürften in der Gruppe G Belgien und England und in der Gruppe H Polen und Japan sein.

Rostow kann sich also auf eine spannende WM freuen. Nun gilt es, zu den Verbänden und Medien der Gastländer Kontakte auszunehmen, um die WM-Host Ctiy Rostow den Fans und Touristen schmackhaft zu machen, damit man von dem weltmeisterlichen Spektakel  auch als Austragungsstadt profitiert.
Auch darüber hinaus gibt es aus der „WM-Partnerstadt“ interessante Neuigkeiten zu berichten: Das WM-Stadion, die Rostow-Arena, schreitet zügig der Vollendung entgegen. Auch der Bau der  Wegeführung rund um die Rostow-Arena geht planmäßig vonstatten. Am 15. April 2018 soll das Stadion mit der Partie FK Rostow gegen FK SKA Chabarovsk  eröffnet werden.
Der internationale „Ataman-Platow-Flughafen“, der für die WM errichtet wurde, ist bereits eingeweiht.  Nach der WM soll der Flughafen als „Drehscheibe“ für ganz Süd-Russland und als Direktverbindung nach Sibirien fungieren. Speziell diese Investition wird auf Sicht für Rostow außerordentlich wichtig sein und die Tür in eine  verkehrstechnisch gesicherte Zukunft für die  gesamte Region aufstoßen.

Text: Dortmunder WM-Botschafter Gerd Kolbe.